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(7) 09.08.2011

Hersteller kündigen Universal-3D-Brillen an

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Panasonic, Samsung, Sony und der 3D-Brillen-Entwickler XPand 3D wollen künftig herstellerübergreifend funktionierende 3D-Shutterbrillen anbieten.3D-Shutterbrille von Panasonic – sie wurde bereits bisher von XPand 3D entwickelt.Bild: Panasonic

Es gibt derzeit verschiedene Methoden, um 3D-Shutterbrillen mit zugehörigen 3D-Flat-TVs zu synchronisieren. Die einen Systeme arbeiten mit einer meist herstellerspezifischen Infrarot-Synchronisierung. Und mittlerweile gibt es immer häufiger auch einen Funkkontakt zwischen Brille und Fernseher per Bluetooth-Datenfunk. Meist funktionieren die 3D-Brillen eines TV-Herstellers aber nicht an den Flat-TVs anderer Marken.

Jetzt haben Panasonic, Samsung, Sony und der 3D-Brillenproduzent XPand 3D angekündigt, künftig herstellerübergreifend funktionierende Brillen anzubieten. Bei der Vereinbarung, die alle vier Unternehmen gemeinsam kommunizierten, soll es um die gemeinsame Entwicklung einer funkgesteuerten 3D-Brillentechnologie gehen, die auf Bluetooth basiert. Die übergreifend funktionierenden 3D-Brillen sollen aber auch die bisherigen Infrarot- und Funkstandards zur Synchronisierung zwischen 3D-Brillen und -TVs unterstützen. Dazu zählen laut der Mitteilung ein Infrarot-Verfahren von Panasonic und XPand 3D sowie die proprietären IR-Synchronisierungen von Samsung und Sony. Samsung setzt indes bereits in einigen aktuellen 3D-Modellen 3D-Brillen mit Bluetooth ein.

Die gemeinsam entwickelten und für alle drei Hersteller kompatiblen Brillen sollen nächstes Jahr auf den Markt kommen und mit 3D-HDTV-Fernsehern aus dem Modelljahr 2011 kompatibel sein. XPand 3D bietet bereits seit einigen Monaten die Universal-Shutterbrille x103 an, die sich ebenfalls mit den 3D-Fernsehern der wichtigsten Hersteller betreiben lässt und sogar in 3D-Kinos mit XPand-3D-Technik einsetzbar ist. Ihr Preis: Um 120 Euro.

DIGITAL-ROOM meint: Schluss mit dem Brillen-Vielerlei! Eine gemeinsame 3D-Brillentechnologie ist längst überfällig – nicht nur für verschiedene TV-Geräte, auch für Kinos mit 3D-Shutterprojektion. Soll sich das 3D-Vergnügen tatsächlich durchsetzen, dann ist es unabdingbar, dass man „seine” 3D-Brille zu Hause, im Kino und bei Nachbarn einsetzen kann. Das würde auf Dauer auch das Problem der Doppel-Belastung für Brillenträger lösen. Eine 3D-Shutterbrille mit geschliffenen Gläsern etwa kann für Fans durchaus Sinn machen – wenn man sie wirklich überall benutzen kann. Bei der Polfilter-Technik sind die Brillen sowieso schon austauschbar und obendrein spottbillig. Deren steigende Verbreitung dürfte dem Shutter-Trio Panasonic, Samsung und Sony zusätzlich Druck gemacht haben, ihre Brillen-Techniken zu synchronisieren.

Autor: 
Reinhard Otter
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