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(1) 14.02.2011

Apps wachsen schneller als iPhone & Co.

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Im letzten Jahr wurden 900 Millionen Apps heruntergeladen – fast 60 Stück pro Smartphone. 790 Millionen davon waren kostenlos.Dank App-Ordner lassen sich mehr Programme auf einer Bildschirmseite des iPhone unterbringenBild: DR

Laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom luden deutsche Smartphone-Besitzer 2010 satte 900 Millionen Apps für Smartphones wie das iPhone oder Modelle der Konkurrenz-Systeme wie Android und Windows Phone 7 herunter. Das entspricht einem Wachstum von 112 Prozent gegenüber 2009, als 425 Millionen Handy-Apps geladen wurden. Dieses Wachstum spiegelt nicht nur die stark wachsende Zahl an Smartphones wider, sondern vor allem das zunehmende Angebot an und die steigende Lust auf Apps bei deren Besitzern.

Laut Bitkom wurden 2010 rund 7,4 Millionen Smartphones mit App-fähigen Betriebssystemen verkauft, und laut einer Studie von Google und Otto gab es Ende 2009 schon etwa neun Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Nimmt man die beiden Zahlen zusammen und bereinigt sie um Geräte, die durch Neukauf ausrangiert wurden, dann kann man bis Ende 2010 von etwa 15 Millionen Smartphone-Nutzern ausgehen. Nach dieser Hochrechnung von DIGITAL-ROOM lud jeder Smartphone-Nutzer 2010 im Durchschnitt 60 Apps herunter – 2009 waren es erst etwa 47.

Wermutstropfen für App-Entwickler: Nur etwas mehr als jede zehnte geladene App ist kostenpflichtig. Doch immerhin wurden mit 110 Millionen Bezahl-Apps in Deutschland 357 Millionen Euro umgesetzt – im Durchschnitt 3,25 Euro pro Bezahl-App. Und nach der DIGITA-ROOM-Hochrechnung gab jeder Smartphone-Besitzer 2010 im Durchschnitt knapp 24 Euro für Apps aus.

DIGITAL-ROOM meint: Apps entwickeln sich nach und nach zu einer eigenen Branche, deren Umsatz sich allein in den Smartphones schon 2011 der Milliardengrenze nähern dürfte. Dazu kommt der neue, ebenfalls App-getriebene Boom von iPad, Galaxy Tab und Co. Der eigentlich Erfolg der Apps ist indes das Vertriebskonzept: Apple und mittlerweile auch Google haben mit ihren zentralen Marktplätzen die Gratis-Mentalität im Internet durchbrochen, indem sie Gratis-Produkte, Minipreis-Apps und Premiumprogramme kombinieren und eine leicht verständliche Abrechnung bieten. Und Programmier-Umsätze für oder Werbeerlöse durch kostenlose Apps sind in den Zahlen ja noch gar nicht mitgerechnet.

Autor: 
Reinhard Otter
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