Bild: Archos
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Die Preise für Android-Tablets beginnen zu fallen. Während das iPad auch Monate nach seiner Markteinführung kaum weniger kostet als am ersten Tag, macht sich in der Google-Welt der wachsende Konkurrenzdruck unter den Herstellern bemerkbar. Mit dem Archos 70b durchbricht nun zum ersten Mal ein Anbieter die magische Schwelle von 200 Euro – und zwar nach unten: Die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell mit 8 Gigabyte beträgt 199 Euro. Per SD-Karte sollen sich laut Internet-Magazin Golem.de bis zu 32 GB an Speicher hinzufügen lassen. Der Hersteller macht zur Speicheraufrüstung und zu Modellvarianten mit größerer Kapazität bislang offiziell keine Angaben.
200 Euro für ein Tablet mit Honeycomb-Betriebssystem (Android 3.2) sind neuer Tiefpreisrekord. Zwar gibt es von Discountern wie Pearl bereits seit längerem Tablets für weniger Geld, teilweise sogar unter 100 Euro, doch läuft auf ihnen die ursprünglich für Smartphones entwickelte Android-Version 2.3 (Gingerbread). Sie ist für den Einsatz auf Tablets nur bedingt geeignet. Geräte mit dem an große Bildschirme angepassten Honeycomb kosten deutlich mehr. Ein Sonderangebot auf diesem Gebiet kam auch bisher schon von Archos: Der französische Anbieter hat seit geraumer Zeit das Archos 80 G9 im Programm, ein Honeycomb-Tablet mit 8-Zoll-Display im 4:3-Format für 250 Euro.
Das neue Archos 70b hat dagegen ein Breitbild-Display mit der etwas exotisch anmutenden Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Sie entstammt noch der Netbook-Ära, wo viele 10-Zoll-Displays diese WSVGA-Auflösung hatten. Auf den 7 Zoll Display-Diagonale des Archos sitzen die Bildpunkte dichter gedrängt, was für eine schärferes Anzeige als bei damaligen Netbooks sorgen dürfte. Zum Vergleich: Das Dell-Tablet Streak 7 muss auf derselben Fläche mit nur 800 x 480 Pixel auskommen, das erste Galaxy Tab von Samsung besaß ebenfalls WSVGA-Auflösung. Auf ein UMTS-Modem für den 3G-Betrieb unterwegs hat der Hersteller verzichtet, das Surfbrett von Archos geht ausschließlich per WLAN ins Internet. Über einen Zugang zum Android Market lassen sich Apps direkt aufs Gerät herunterladen. Zur besseren Medien-Wiedergabe liefert Archos außerdem eine Sammlung eigener Programme mit, die insbesondere das Streaming und die Wiedergabe von HD-Videos verbessern sollen. Ein HDMI-Anschluss bringt Filme und Fotos bei Bedarf auf den Flachbildschirm.
DIGITAL-ROOM meint: Auch wenn der Hersteller bislang keine Angaben zur Akkulaufzeit macht – der Archos 70b scheint ein attraktives Angebot zu werden, wenn er demnächst in den Handel kommt. Schnäppchenjäger sollten jedoch aufpassen: Archos hat bereits zwei Produkte mit ähnlicher Typenbezeichnung im Sortiment: das „Archos 70 Internet Tablet” und den E-Book-Reader Archos 70b, der mittlerweile in „Archos 70 eReader” umbenannt wurde. Beide sind bei Preisrecherchen leicht mit dem neuen Honeycomb-Tablet zu verwechseln.
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