Bild: Sounddreaq
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Nun ist er da, der Trend: Kaum eine Monat vergeht, ohne dass neue drahtlose Akku-Lautsprecher in den Händlerregalen auftauchen. Der Kurzstreckenfunk Bluetooth entwickelt sich zur Universal-Schnittstelle, mit der kleine, tragbare Aktivboxen Musik vom Smartphone oder Tablet-PC empfangen. Kein Wunder: Für Bluetooth bedarf es keiner speziellen Dock-Anschlüsse, die Technologie funktioniert mit Android-Telefonen genauso wie mit iPhone, iPad & Co.
Creative, der in Singapur beheimatete Spezialist für PC-Zubehör, sah früh das Potential und brachte bereits im Sommer 2010 seinen batteriebetriebenen Funk-Lautsprecher D100 auf den Markt (um 60 Euro). Andere Hersteller wie Logitech oder Monster Cable folgten. Inzwischen gibt es ein wachsendes Angebot an Systemen, die sich für mobile Musikwiedergabe eignen: Geneva Lab aus der Schweiz verpackt sein „Model XS” (um 200 Euro) in eine Klapp-Hülle nach Art des klassischen Reiseweckers. Bose nahm für seinen „SoundLink Wireless Mobile Speaker” (ab 249 Euro, siehe Zusatz-Info unten) ebenfalls Retro-Anleihen und ließ den Aktivlautsprecher wie ein Kofferradio aus den Siebzigern aussehen.
Eher nüchtern modern kommt der neue SFQ-02iRB von Soundfreaq daher (um 200 Euro, Abbildung oben). Der schwarze Riegel bringt zusätzlich zur Bluetooth-Schnittstelle einen Dock-Anschluss für Apple-Geräte mit. Hier sollen sich iPhone, iPod oder iPad aufstecken und laut Hersteller auch laden lassen. Andere Modelle wie der Monster Monster iClarity HD oder Logitechs Mini Boombox unterstützten über ein Mikrofon das freihändige Telefonieren mit dem Smartphone – sie beherrschen zusätzlich zum Bluetooth-Profil A2DP für die Musikwiedergabe das Freisprech-Profil HFP 1.5.
Die Betriebsdauer mit einer Akkuladung hängt stark vom Gerät und der gewählten Lautstärke ab. Meist kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Creative setzt beim D100 stattdessen klassische AA-Zellen ein, die im Gerät nicht aufgeladen werden. Ein separates Ladegerät ist also Pflicht. Dafür lässt sich die preiswerte Aktivbox auch mit handelsüblichen Batterien betreiben – ein Satz (4 x AA) soll bis zu 25 Stunden durchhalten. Auf solche Betriebszeiten kommen leistungsstärkere Akku-Lautsprecher nicht: Logitech gibt für seinen Wireless Speaker Z515 (um 100 Euro), der nicht mit Bluetooth arbeitet und einen eigenen USB-Sender am PC benutzt, eine Betriebszeit von maximal zehn Stunden an. Bose verspricht bis zu acht Stunden in gemäßigter und immerhin drei Stunden mit hoher Lautstärke.
Damit die Bluetooth-Box von einem anderen Gerät Musik empfangen kann, muss sie zunächst mit diesem „gepaart” werden. Da Lautsprecher normalerweise kein Display besitzen, geht das ohne Eingabe von Passwörtern oder Zifferncodes vonstatten: Der Nutzer drückt an der Aktivbox eine Taste und stößt damit den sogenannten Pairing-Prozess an. Am Smartphone oder Tablett bestätigt er den Lautsprecher und schon können die beiden losmusizieren. Ein weiterer Tastendruck löst den Funkkontakt wieder, etwa wenn der Lautsprecher mit einem anderen gerät verbunden werden soll.
DIGITAL-ROOM meint: Mobile Funk-Lautsprecher sind eine feine Sache und spielen nicht nur mit Tablett oder Smartphone zusammen. Auch am Notebook oder PC helfen sie dem Sound auf die Sprünge – sofern der Rechner ein Bluetooth-Modul besitzt ist und A2DP-Profil unterstützt. Wer keine fest installierten Lautsprecher am Rechner benötigt, spart damit die Kabelverbindung zum USB-Anschluss und hat einen aufgeräumten Schreibtisch. Er kann dafür aber auch einen Lautsprecher mit der Airplay-Funktion von Apple benutzen:. Der wird übers WLAN mit Musik versorgt und ist zumindest in den eigenen vier Wänden mobil. Außer Haus lässt sich Airplay nicht einsetzen: In der Berghütte oder im Hotelzimmer funktioniert nur Bluetooth.
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