Bild: Withings
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Gesundheits-Check mit dem iPhone: Nach seiner WLAN-fähigen Personenwaage (siehe Artikel-Links unten) bietet Withings nun ein Blutdruck-Messgerät für Apple-Geräte an. Das französische Unternehmen ist damit zwar nicht der Erste am Markt – iHealth aus den USA liefert sein gleichnamiges System seit Anfang des Jahres auch nach Europa – kann aber für sich in Anspruch nehmen, ein besonders mobiles System entwickelt zu haben: Arm-Manschette und Pumpe zum Aufblasen bilden eine Einheit. Das komplette Messgerät lässt sich so zusammenrollen und überallhin mitnehmen.
iPhone, iPod touch oder iPad werden über ihren Dock-Connector direkt an die Messmanschette angeschlossen. Bei iHealth ist eine separate Docking-Station nötig, die per Netzteil oder Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt wird. Das Withings-Messgerät bezieht seine Energie stattdessen aus vier handelsüblichen AAA-Batterien, die in einem Metallzylinder untergebracht sind. Mit aufladbaren Mignonzellen funktioniert die Pumpe laut Hersteller-Informationen nicht – wahrscheinlich weil Akkus für den Motor zu wenig Strom liefern. Immerhin soll ein Satz Batterien bei drei Messungen pro Tag rund 800 Tage lang durchhalten.
Die Aufzeichnung der Messdaten übernimmt eine kostenlose App am iOS-Gerät. Damit lassen sich Pulsfrequenz, systolischer und diastolischer Druck auch über einen längeren Zeitraum vergleichen. Die Statistiken werden in Diagrammen auf dem Bildschirm angezeigt, lassen sich über ein passwortgeschütztes Nutzerkonto im Internet aber auch am PC oder Mac abrufen – und per Tastendruck in der Anwendung via E-Mail an einen behandelnden Arzt verschicken. Dieser bekommt laut Withings einen Link zur gesicherten Webseite, auf die er in Echtzeit die übertragenen Daten mitverfolgen kann.
Das Withings-System unterstützt außerdem eine Reihe von Online-Diensten wie Google Health, Microsoft Health Vault oder TrainingPeaks.com, mit denen Sportler ihre Trainingsfortschritte oder Diät-Patienten ihre Abnehmerfolge dokumentieren können. Ob der Withings-Kunde davon Gebrauch macht, bleibt ihm allerdings selbst überlassen. Das Blutdruckmessgerät lässt sich auch ohne diesen Daten-Striptease – sprich offline – benutzen. Die Manschette kostet rund 130 Euro und ist über den Webshop von Withings oder andere Online-Versender wie arktis.de oder getdigital.de erhältlich.
DIGITAL-ROOM meint: Blutdruck-Messungen in der entspannten, heimischen Atmosphäre sorgen oftmals für realistischere Ergebnisse als beim Arzt oder in der Apotheke. Auch für Patienten, die ihren Blutdruck mehrmals am Tag kontrollieren müssen, ist die Lösung mit Apple-Gerät eine feine Sache. Der Preis klingt im Vergleich mit den 99 US-Dollar, die iHealth verlangt, zunächst recht hoch. Allerdings kommen beim Import aus den USA noch 30 Dollar Versand und Einfuhrumsatzsteuer hinzu, das relativiert die Kosten.