Bild: Samsung, DR
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Seit über einem Jahr warten Abonnenten des Online-Dienstes Bong.TV auf eine Freigabe der Videorecorder-App durch Samsung. Das praktische Programm belegte bei der Samsung SmartTV Challenge 2011 den 3. Platz , ist bis heute aber nicht im App Store des koreanischen Herstellers erschienen.
Deshalb wird Bong.TV nun selbst tätig und stellt eine Anleitung ins Web, wie sich die App trotzdem installieren lässt. Dazu muss ein spezielles Anmeldekonto namens „develop” in der Benutzerverwaltung des Fernsehers angelegt werden. Mit diesem Entwicklerkonto kann der Smart-TV-Besitzer die Software vom Bong.TV-Server auf seinen Samsung-Fernseher laden. Anschließend lassen sich mit der Fernbedienung Aufnahmen programmieren oder Mitschnitte aus dem Sendungsarchiv im Internet direkt auf das TV-Gerät streamen.
DIGITAL-ROOM hat die Prozedur noch nicht ausprobiert, die Anleitung scheint aber recht unkompliziert zu sein. Bislang lässt sich das Angebot von Bong.TV schon am PC und mit einer iPhone-App nutzen. Darüber hinaus gibt es die Webseite www.bong.tv/mobile , über die Android-Smartphones (ab Software-Version 2.0), Blackberry-Geräte (ab Version 6.x) und Tablets wie das iPad auf den Online-Videorecorder zugreifen können. Außerdem hat der Set-Top-Boxen-Hersteller Smart Electronic den Dienst in einige Receiver-Modelle integriert (siehe Zusatz-Info unten auf dieser Seite). Zum Nachrüsten gibt es Bong.TV seit kurzem auch auf der Internet-TV-Box VideoWeb TV für 149 Euro.
Der Dienst selbst kostet je nach Laufzeit und gebuchtem Speicherplatz zwischen 4,99 und 9,99 Euro im Monat. Es gibt derzeit zwei Paketgrößen: 25 Gigabyte und 75 GB. Die kleine Variante soll für mehr als 35 Stunden Aufnahme reichen, die große für mindestens 100 Stunden in Standard-Qualität. HDTV-Aufnahmen sind mit Bong.TV im Augenblick nicht möglich.
DIGITAL-ROOM meint: Samsung hat die App bislang zurückgehalten. Ob aus Rücksicht auf Fernsehsender wie RTL, die mit Online-Videorecordern seit Jahren im Rechtsstreit liegen, ist nicht bekannt. Das Beispiel Bong.TV zeigt aber, dass nicht einmal Smart-TVs vor der Installation fremder Software sicher sind. Wer weiß, welche Web-Angebote künftig noch den Weg auf vernetzte Fernseher finden. Von der Recorder-App zum Jailbreak ist es technisch nur ein kleiner Schritt.
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