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(6) 06.10.2011

Danke, Mr. Jobs

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Mit Steven Paul Jobs verliert die Welt einen visionären Vordenker. Auf die eine oder andere Weise haben wir alle von seinen Ideen profitiert.Apple-Gründer Steve Jobs ist am Mittwoch, den 5.11.2011, im Alter von 56 Jahren gestorbenBild: Matt Yohe/Wikipedia

Einen Moment lang ist alle Konkurrenz vergessen. Google, seit Einführung des Android-Betriebssystems einer der mächtigsten Wettbewerber von Apple, setzt die Lebensdaten des gestern verstorbenen Steven Paul Jobs auf seine Homepage: „Steve Jobs 1955 – 2011”. Der Link führt direkt zur Unternehmens-Webseite des iPhone-Erfinders. Samsung, im erbitterten Rechtsstreit mit Apple, spricht Angehörigen und Mitarbeitern von Jobs das tiefste Beileid aus. „Sein innovativer Geist und seine bemerkenswerten Errungenschaften” so Geschäftsführer G.S. Choi, „werden Menschen in aller Welt für immer im Gedächtnis bleiben”.

Ob man den Mann und sein Unternehmen nun mochte oder nicht. Eines ist unbestreitbar: Apple hat den Medienkonsum verändert – direkt durch Innovationen wie den iPod, kommerzielle Musik-Downloads in iTunes und das weltweit erste wirklich praktikable Touchscreen-Handy. Oder indirekt, indem Konkurrenten zu Gegenentwürfen gedrängt und motiviert wurden. Android, die inzwischen weltweit meistverbreitete Smartphone-Plattform, war Googles Antwort auf das iOS von Apple – und hätte es in dieser Form ohne iPhone vielleicht nie gegeben. Dann könnte Nokia noch immer der mächtigste Handy-Hersteller sein und würde sich womöglich mit Samsung oder Motorola um die Marktführerschaft streiten.

Niemand weiß, wie die digitale Welt ohne Apple aussähe. Genauso wenig lässt sich vorhersehen, welche Entwicklung der Konzern ohne Jobs künftig nehmen wird. Eines hätte der Firmengründer, der nach langem Krebsleiden am 5. Oktober in Kalifornien verstarb, jedoch gewollt: dass Apple sich weiterhin verändert und erneuert. „Der Tod ist wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens”, hat er Studenten der Stanford-Universität einmal gesagt. „Er sorgt für Wandel. Er entrümpelt das Alte, um Platz zu machen für das Neue.” Die bemerkenswerte Rede aus dem Jahr 2005 lässt sich auf YouTube ansehen. Hier ist der Link dazu.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
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