Bild: Denon
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Weniger Tasten, nur noch ein Drehrad an der Front, ein Display mit größeren Zeichen und ein insgesamt schlichteres Erscheinungsbild: Der brandneue Denon AVR-1713 (Preis: 499 Euro) und sein kleiner Bruder 1513 (329 Euro) setzen sich optisch zwar nicht grundlegend, aber doch gut sichtbar von ihren verspielteren Vorgängern ab. Die fehlenden Knöpfe am Gerät sollen durch Funktionen der Fernbedienung und größere Anzeigen auf dem Frontdisplay ersetzt werden. Außerdem haben beide Geräte ein Bildschirmmenü, das sie über ihre HDMI-Ausgänge auf dem angeschlossenen TV-Schirm anzeigen.
Der AVR-1713 soll sich laut Denon allerdings auch mit der Denon Remote-App via iPhone, iPod touch oder iPad steuern lassen. Voraussetzung dafür ist sein Netzwerkanschluss und die Audio-Vernetzungsfunktionen, die er ab seiner Einführung im Mai als günstigster Denon-Netzwerkreceiver bieten wird. Dazu gehören die Unterstützung des Musikabrufs von Netzwerkspeichern per DLNA-Medienstreaming wie auch Onlinedienste wie last.fm und Webradio über den Verzeichnisdienst vTuner. Auch mit Fotos kann der AVR-1713 laut Denon umgehen – etwa aus dem Online-Fotodienst Flickr. All diese Dienste lassen sich bereits in bisherigen Netzwerk-Receivern von Denon sehr bequem über die iPhone-App des Herstellers steuern, da diese nicht nur Bedienelemente zeigt, sondern auch die jeweils abgerufenen Medieninhalte. Zur Steuerung des Webradio-Empfangs etwa ist so weder ein Sichtkontakt zum Frontdisplay noch ein aktives Menü auf dem TV notwendig. Die App soll laut Denon im Laufe des Jahres auch in einer Android-Version zu haben sein.
Nur mit Apple-Geräte klappt dagegen das Musikstreaming via Airplay. Auch das hat der AVR-1713 an Bord. Ansonsten ist er ein 5.1-Receiver mit fünf gleich starken 120-Watt-Endstufen, fünf HDMI-Eingängen (vier hinten und einer vorn am gerät), USB-Anschluss und einem automatischen Setup inklusive Einmess-Mikrofon und Audissey Raumakustik-Korrektur. Der kleinere Bruder AVR-1513 muss ohne die Netzwerk-Funktionen, App-Steuerung und Einmess-Automatik auskommen und hat nur vier HDMI-Eingänge. Er bietet fünf mal 110 Watt Verstärkerleistung.
DIGITAL-ROOM meint: Es überrascht kaum, dass Denon seine AV-Receiver Schritt für Schritt in immer günstigeren Preisklassen fit für Airplay macht – das Feature hat sich innerhalb von knapp anderthalb Jahren zu einer echten Alternative zum DLNA-Streaming entwickelt, und Denon war einer der Vorreiter. Allerdings bieten die Denon-Neulinge selbst weniger Onlinefeatures wie Spotify, Aupeo oder MP3tunes als etwa die Konkurrenten von Onkyo (siehe unten). Insider schieben das auf die begrenzten Möglichkeiten des Airplay-Chipsatzes in den Denon-Geräten. Allerdings lassen sich via Airplay auch Inhalte all dieser Dienste vom Apple-Mobilgerät direkt zum AV-Receiver schicken. Spannender an den neuen Receivern: Ob sie sich trotz – oder gerade wegen – ihres schlichten Designs so einfach steuern lassen wie es Denon verspricht. Das wäre mal eine echte AV-Receiver-Innovation.
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