Bild: Samsung/DR
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Die Zahl 3D-fähiger Computerspiele ist deutlich größer als das Angebot an Blu-ray-Filmen oder TV-Programmen mit räumlichem Bild. Deshalb kombiniert Samsung jetzt die verschiedenen 3D-Quellen in einem Display: Der Monitor Syncmaster T27A950 kann sowohl mit einem Blu-ray-Player verbunden werden als auch mit dem PC – über seine zwei HDMI-Buchsen (Version 1.4) sogar mit beiden Geräten gleichzeitig. Ein Doppeltuner für digitales Kabel-TV (DVB-C) und DVB-T bringt außerdem Fernseh-Programme auf den Full-HD-Schirm mit 27 Zoll Diagonale. Ein Steckplatz für CI-Plus-Module (CI+) erlaubt den Empfang verschlüsselter Sender.
Zusammen mit dem Gerät wird eine aktive Shutterbrille geliefert, die aus den 120 Hertz Bildwechselfrequenz der Monitors dreidimensionale Bilder macht. Eine 3D-Konvertierung soll auf Wunsch auch 2D-Programmen räumliche Tiefe verleihen. Die Samsung-Gläser haben laut Hersteller gegenüber anderen Lösungen – etwa vom Grafikkarten-Hersteller Nvidia – den Vorteil, dass sie ihre Umgebung kaum abdunkeln. Der Nutzer soll weniger das Gefühl haben, mit einer Sonnenbrille vor dem Gerät zu sitzen. Allerdings ist der T27A950 nicht für 3D-Vision von Nvidia zertifiziert. Es ist daher nicht gesagt, dass Freunde ihre vorhandene Brille zum gemeinsamen Spielen am Samsung-Monitor mitbringen können.
Zum Arbeiten und gleichzeitigen Filmeschauen gibt es eine Picture-in-Picture-Funktion, die wahlweise das TV-Programm oder ein Blu-ray-Video in den PC-Desktop einblendet. Außerdem hat Samsung dem Gerät eine Netzwerk-Buchse spendiert, die sich auf mehrerlei Arten nutzen lässt. Einerseits dient der Monitor damit als DLNA-Client, im Samsung-Jargon Allshare genannt, mit dem sich Medien von einem Server im Netzwerk abrufen lassen. Andererseits holt sich der T27A950 Web-Informationen ohne Hilfe des PC direkt aus dem Internet. Eine „Smart Hub” genannte Funktion nutzt Apps, um beispielsweise Twitter- oder Facebook-Nachrichten online zu aktualisieren. Hinzu kommt ein Media-Player, der Musik, Fotos oder Videos direkt von einem am Monitor angeschlossenen USB-Speicher abspielt. Auch dazu muss der Computer nicht eingeschaltet sein.
Die üppige Ausstattung relativiert den relativ hohen Preis: Knapp 800 Euro soll der Syncmaster T27A950 kosten, wenn er Ende März in den Handel kommt. Andere 27-Zoll-Monitore wie der BenQ M2700HD gibt es bereits für die Hälfte. Allerdings haben die weder Netzwerk-Anschluss noch 3D-Funktion.
DIGITAL-ROOM meint: Das Design mag Geschmackssache sein – im DIGITAL-ROOM-Team reicht die Einschätzung von wahrer Begeisterung bis hin zu „das geht ja mal gar nicht”. Auf jeden Fall beeindruckend sind die vielen Funktionen im T27A950. Allerdings würden wir uns wünschen, dass möglichst bald ein einheitlicher Standard für Shutter-Brillen entsteht. Wenn weiterhin jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht, brauchen 3D-Fans demnächst eine ganze Kollektion an aktiven Brillen, mit ebenso vielen individuellen Ladegeräten.
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