Bild: Dexim
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Auf der Consumer Electronics Show (CES) Anfang Januar in Las Vegas war das Dexim Frixbee bereits zu sehen. Jetzt gibt es das induktive Ladegerät auch in Deutschland – zum Preis von knapp 90 Euro soll es bei T-Mobile, Mediamarkt, Euronics, iPhoneScout und iScoutphone erhältlich sein. Wie die drahtlosen Ladestationen für Akku-Zahnbürsten braucht das Frixbee keinen elektrischen Kontakt zum Gerät. Um den Ladeprozess in Gang zu setzen, genügt es, das iPhone auf eine flache Matte zu legen. Die Batterie wird per Induktion geladen, ein magnetisches Feld erzeugt dabei den zur Ladung nötigen Strom quasi im Gerät. Das iPhone 4 benötigt laut Dexim drei bis vier Stunden, bis der Akku voll ist.
Weil – anders als eine elektrische Zahnbürste – das iPhone nicht von Haus aus auf induktive Ladung vorbereitet ist, bekommt es eine Gehäuseschale. Der Überzieher enthält die Ladeelektronik und kann ständig auf dem Telefon bleiben. Ein Mini-USB-Anschluss auf der Unterseite stellt die Verbindung zum Dock-Anschluss her. So müsste sich das iPhone unterwegs mit einem der neuen standardisierten EU-Ladegeräte auftanken lassen, ohne die Hülle abzunehmen. Auch eine Synchronisierung mit iTunes sollte per USB-Kabel möglich sein.
Die Hülle ist im Vergleich mit anderen Lösungen für induktive Ladung, etwa von Powermat, sehr dünn. Sie ähnelt den von Apple zur Lösung des Antennen-Problems empfohlenen Bumper-Modellen und trägt kaum auf. Zum Lieferumfang gehört eine Gehäuseschale für das iPhone 4, weitere lassen sich zum Preis von 30 Euro pro Stück nachkaufen. Auch an Modelle für andere Geräte wie den iPod touch oder das Samsung Galaxy ist gedacht. Wann und zu welchen Preisen sie auf den Markt kommen soll, steht allerdings noch nicht fest. Die Ladematte des Frixbee DXA 006 ist jedenfalls auf Zuwachs ausgelegt: Sie kann zwei Geräte nebeneinander zu selben Zeit mit Strom versorgen.
DIGITAL-ROOM meint: Laden ohne verkabeln – dieses Verfahren sollte Schule machen. Zum Palm Pre gibt es bereits ein induktives Ladegerät und der Dexim-Konkurrent Powermat bietet ein breites Sortiment an Ladematten mit Adaptern für die verschiedensten Telefone an; auch Blackberrys und die Spielkonsole Nintendo DS lassen sich damit laden. Allerdings sind Powermat-Produkte hierzulande schwer zu bekommen. So richtig elegant und komfortabel wird das drahtlose Laden ohnehin erst, wenn man keine Adapterschalen mehr braucht. Powermat und Nokia haben angekündigt, induktiv ladefähige Akkus für die Handys aus Finnland entwickeln zu wollen. Beim iPhone funktioniert dieser Trick leider nicht, weil die Batterie fest im Gerät verbaut ist. Apple-Nutzer müssen also darauf vertrauen, dass der iPhone-Erfinder selbst irgendwann ein Ladegerät mit Induktion vorstellt. Bis dahin bleiben Nachrüst-Sets wie das Frixbee die einzige Lösung.
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