Bild: Epson
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„Epson Connect” heißt ein neuer Dienst des japanischen Druckerherstellers, der Dokumente von allen möglichen Geräten zu Papier bringen soll. Genauer gesagt handelt es sich dabei um mehrere Dienste und Apps, die alle denselben Zweck erfüllen: Sie schicken Dokumente wie Texte, Fotos, Web- oder PDF-Seiten auf einen Epson-Drucker. Laut Hersteller unterstützen bereits mehr als ein Dutzend Modelle Epson Connect (siehe Artikel-Links unten auf dieser Seite).
Der einfachste Weg, von überall zu Drucken, läuft über „E-Mail-Print”. Dazu wird dem heimischen Epson-Drucker eine beliebige E-Mail-Adresse zugewiesen, die fortan wie die Nummer zu einem Faxgerät funktioniert: Jede E-Mail, die an das zugewiesene Postfach geht, wird automatisch ausgedruckt. Der Auftrag kann von überall in der Welt und mit jedem Gerät verschickt werden, das eine E-Mail-Funktion besitzt – vom Desktop-PC oder Notebook genauso wie von einem Android-Smartphone oder Tablet-PC.
Zum Drucken im heimischen Funknetz gibt es außerdem Apps für Smartphones und Tablets. „iPrint 2.0” für iPad, iPhone (3, 3GS, 4) und iPod touch (ab 3. Generation) ist bereits erhältlich. Die Android-Version 1.0.2 kann keine PDF-Dateien ausgeben, ein Update soll jedoch in Kürze erscheinen. iPrint funktioniert mit vielen Epson-Druckern die eine Netzwerk-Funktion besitzen, nicht nur mit den neuen Connect-Modellen. Die Kompatibilitätsliste des Herstellers umfasst mehr als 40 Geräte. Mit der App lassen sich aber nicht nur Dokumente ausgeben. Sie kann auch den Tintenstand abfragen und den Druckkopf reinigen. Außerdem lässt sich mit ihr die Scan-Funktion eines Multifunktions-Druckers fernbedienen.
Besitzer eines mobilen Apple-Geräts dürfen sogar ganz ohne App drucken. Weil die meisten Drucker, die Epson Connect unterstützen, Airprint-tauglich sind, empfangen sie ohne weitere Software-Installation die Daten von iPhone & Co. Seit Version 4.2.1 des iOS-Betriebssystems gibt es auf Apple-Geräten im Weiterleitungsmenü neben „Per E-Mail senden” und „Per MMS senden” auch den Eintrag „Drucken”. Ursprünglich funktionierte Airprint nur mit einigen wenigen Druckermodellen von HP, dank Epson steigt die Auswahl nun deutlich.
Die vierte und jüngste Funktion in Epson Connect soll „Google Cloud Print” sein – sobald der Dienst irgendwann in Deutschland verfügbar ist. Beim Cloud-basierten Drucken schickt der Nutzer sein Dokument übers Internet an einen Google-Server, der den Auftrag zum gewünschten Drucker weiterleitet. Die Übertragung wird mit Hilfe des sicheren HTTPS-Protokolls verschlüsselt, so dass kein Unbefugter den Inhalt mitlesen können soll. Zum Versenden des Druckauftrags ist allerdings spezielle Software nötig. So muss am Computer grundsätzlich der Google-Browser Chrome installiert sein, und auch die verwendeten Apps am iOS- oder Android-Gerät brauchen zum Drucken Cloud-Print-Unterstützung.
DIGITAL-ROOM meint: Epson Connect ist kein revolutionär neues Konzept. Hinter dem Namen verbirgt sich eher die Kombination diverser Druckfunktionen. Leider ist so etwas inzwischen nötig. Denn Ausdrucken – früher eine Selbstverständlichkeit – wird im Smartphone-Zeitalter zum besonderen Feature. Wer einen Drucker kauft, muss heutzutage nicht nur prüfen, ob der Printer mit dem heimischen Rechners harmoniert. Er ist auch gut beraten, das Betriebssystem seines Telefons und Tablets in die Überlegungen mit einzubeziehen.
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