Bild: Onkyo
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Jahr für Jahr gibt es neue AV-Receiver mit immer wieder neuen Soundformaten. Onkyo ist einer der Vorreiter, wenn es um solche Heimkino-Innovationen geht. Mit dem TX-NR 1009 definiert der japanische Hersteller auch dieses Jahr wieder einen Maßstab in der nach eigener Aussage „oberen Mittelklasse“ der Heimkino-Boliden. Für die meisten Normalverbraucher dürfte das knapp 1500 Euro teure Gerät aber eher wie ein Ding aus einer anderen Welt wirken. Mit neun Endstufen befeuert es einen scheinbar geschlossenen Kreis an Lautsprechern rund um das Publikum plus zwei separat angetriebene aktive Subwoofer. Oder der Receiver verstärkt mittels der Funktion „Powered Zone 2“ und Zone 3 neben einem 5.1-Heimkinoset im Wohnzimmer die Stereo-Lautsprecher in zwei weiteren Zimmern.
Für lupenreinen Filmton sollen die neuesten Raumklangsysteme sorgen. Dazu zählt erstmals auch „DTS Neo:X“. Das System erweitert normalen 5.1-Filmton um bis zu sechs weitere Kanäle für zusätzliche Klangdimensionen: Front High, Front Wide und/oder Surround Back sind die Bereiche, für die der DTS-Prozessor auf Wunsch zusätzliche Klanginformationen generiert – im Onkyo TX-NR 1009 entsteht so Heimkinoklang aus bis zu neun Boxen in wählbaren Anordnungen mit bis zu sieben Lautsprechern vorn oder bis zu vier Boxen im Rückraum. Ähnliches macht auch die Konkurrenz. Dort heißt das System Dolby ProLogic IIz – und der TX-NR 1009 beherrscht es wie sein Vorgänger TX-NR 1008 ebenfalls.
Natürlich hat der TX-NR 1009 mehr Features als zahllose Tonkanäle auf dem Kasten. Dazu gehören beispielsweise acht HDMI-Eingänge und zwei -Ausgänge. Der TV-Ausgang unterstützt den „Audio Return Channel“ (ARC), über den ein ebenfalls ARC-fähiger Fernseher seinen Ton ohne weitere Kabel zum Receiver schicken kann. 3D-tauglich und fit für alle HD-Tonformate sind die HDMI-Schnittstellen sowieso. Mit Videosignalen geht der TX-NR 1009 laut Hersteller ebenfalls pfleglich um. Er wandelt SD-Videos ins HD-Format bis 1080p hoch und sorgt dabei in seinem eingebauten HQV-Videowandler für ein sauberes Scaling. HD-Videos indes kann er mit seinem „Qdeo“-Prozessor bis ins 4K-Format hochskalieren – eine Spezialität, die Onkyo seit diesem Modelljahr in seinen besseren AV-Receivern bietet (siehe Artikel unten). In Japan sind erst kürzlich erste dazu passende 4K-TVs angekündigt worden.
Und wie alle "NR"-Receiver von Onkyo hat auch der 1009er eine Vielzahl an Netzwerk- und Digitalmusik-Funktionen an Bord. Er spielt Musik von iPods und iPhones wie auch von USB-Datenspeichern direkt ab und überträgt Klänge über das Heimnetzwerk. Auf der Formateliste stehen dabei alle gängigen Musikformate von MP3 über WMA und AAC bis Ogg Vorbis und FLAC. Der Receiver ist kompatibel mit dem Musikstreaming unter Windows 7 und unterstützt DLNA Version 1.5. Dazu kommen Internet-Musikdienste wie Webradio, Last.fm oder Napster.
DIGITAL-ROOM meint: Der neue Onkyo TX-NR 1009 bringt einmal mehr so viele Funktionen mit, dass man sie sich nicht ad hoc merken kann. Die wesentliche Weiterentwicklung zu seinen Vorgängern und kleineren Brüdern – also DTS Neo:X – werden allerdings nur wenige Kunden nutzen. Wer hat schon Platz für neun Boxen und zwei Subwoofer rings ums Publikum? Wer aber eine große Wohnung beschallen möchte, der weiß die vielen Verstärkerzüge auch für den Multiroom-Betrieb zu nutzen und freut sich über die vielfältigen Vernetzungsfunktionen. Schade nur, dass Onkyo neben Windows 7 und DLNA nicht auch Airplay unterstützt. Aber nächstes Jahr gibt es sicher einen passenden Nachfolger – mit dem Kürzel 1010 am Ende.
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