News
(3) 17.08.2011

Linn spendiert Stream-Playern eigene Apps

Artikel drucken | per E-Mail versenden | auf Merkliste setzen
Die Netzwerk-Spieler von Linn benötigen zur Steuerung seit jeher eine Player-Software. Das hauseigene Programm Kinsky gibt es jetzt auch für iPad & Co.Die kostenlsoe Steuer-App Kinsky läuft und iPad, iPhone und iPod touchBild: Linn/DR

Die Netzwerk-Spieler der britischen High-End-Marke Linn sind in vieler Hinsicht etwas Besonders. Sie kosten ungewöhnlich viel (zwischen 1.500 und 15.000 Euro um genau zu sein), sie klingen ausnehmend gut und bieten Funktionen wie schnelles Vor- und Zurückspulen, die andere Hersteller bis heute nicht in ihre Streaming-Geräte integriert haben. Vor allem aber unterscheidet sich ihre Handhabung von den meisten anderen Stream-Playern am Markt: Es gibt an den Modellen Sneaky, Majik, Akurate oder Klimax kaum Bedienelemente.

Zur Titelwahl oder für die Zusammenstellung von Playlisten ist ein sogenannter UPnP-Controllpoint nötig. Den bot Linn mit dem Programm „Kinsky” zwar schon länger an – aber nur für PC, Mac, die lernfähige Philips-Fernbedienung Pronto und PDAs mit Windows-Betriebssystem. Nun gibt es endlich auch eine Version für iOS-Geräte zum Gratis-Download über den App Store. Bislang musste Linn-Kunden auf Apps von Drittanbietern wie SongBook oder Chorus DS ausweichen. Die sind kostenpflichtig – was sich beim Anschaffungspreis der Linn-Player noch verschmerzen lässt –, werden häufig aber auch von Abstürzen geplagt.

Die zusätzliche Software auf einem iPhone, iPad oder anderen Gerät ist nötig, weil Linn die Funktionseinheiten im Streaming-Netzwerk strikt trennt. Laut UPnP-Standard gibt es drei Arten von Geräten: Erstens den „Server”, der die Musik im Netzwerk anderen Teilnehmern zur Verfügung stellt. Zweitens den „Renderer”, der das Audiosignal aus den Daten rekonstruiert (engl. to render = wiedergeben, übersetzen). Und schließlich den „Controller”, der bestimmt, was genau auf dem Renderer gespielt wird. Viele Hersteller kombinieren Renderer und Controller in einem Gerät, das sie dann Netzwerk-Player nennen. Linn hält die Trennung aufrecht und vermag damit auch komplexe Multiroom-Anlagen wie das hauseigene Songcast-System mit einem gemeinsamen Controller zu steuern.

DIGITAL-ROOM meint: Es war an der Zeit, dass Linn sich seiner Kunden mit iPhone oder iPad annimmt. Nicht jeder Käufer, der viel Geld für einen High-End-Player ausgegeben hat, möchte herumprobieren und eine geeignete Steuer-App für sein Mobilgerät suchen. Da Linn auf offene Standards setzt, besteht trotzdem jederzeit Gelegenheit dazu. Auch der beliebte PlugPlayer für iOS-Geräte lässt sich zum Beispiel mit den Linn-Geräten verwenden.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
Noch kein Konto? Kostenlos registrieren
RSS Feed Icon © 2008 - 2014 DIGITAL-ROOM GmbH - Alle Rechte vorbehalten