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(2) 13.02.2012

Mehr Sat-Programme über die Steckdose

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Devolo erneuert seinen Satelliten-Receiver mit Strom-Vernetzung. Dank CI+ und HbbTV soll die Powerline-Box deutlich mehr können als der Vorgänger.dLAN Sat TV 2400 CI+ von Devolo kostet rund 400 EuroBild: Devolo

Die Kabelverbindung zwischen Satelliten-Schüssel und Sat-Receiver kann zum schwer überwindbaren Hindernis werden – etwa wenn mehrere Stockwerke mit Betondecken zu überbrücken sind. Der Powerline-Spezialist Devolo aus Aachen hat darum schon vor geraumer Zeit dLAN TVSat eingeführt. Die Fernseh-Empfangsbox mit separatem Satelliten-Tuner braucht kein eigens verlegtes Kabel zur Parabolantenne – sie benützt das heimische Stromnetz dafür. Allein: das bisherige Receiver-Modell dLAN TV Sat 1300-HD war nicht mehr auf der Höhe der Zeit. So konnte es weder HDTV-Kanäle der Astra-Plattform HD+ entschlüsseln noch Zusatzangebote der Sender per HbbTV aus dem Internet empfangen.

Beides soll sich mit dem Nachfolger ändern, der nach der CeBIT im März für 399 Euro auf den Markt kommt. Im dLAN TV Sat 2400-CI+ steckt dann ein Common Interface nach aktuellem CI-Plus-Standard (CI+). Der Empfang von RTL, Pro7, Sat.1 und Co. in HD sollte sich einfach nachrüsten lassen: Das nötige Modul für HD+ nebst Abokarte für ein Jahr gibt es zum Preis von etwa 80 Euro im Handel. Auch für Sky und andere Pay-TV-Sender sind entsprechende Module erhältlich.

An der einfachen Installation hat sich laut Devolo nichts geändert: Der externe DVB-S2-Tuner kommt in die Nähe der Satelliten-Schüssel, des Multischalters oder einer anderen Sat-Dose im Haus. Er wird über den mitgelieferten Powerline-Adapter mit der Stromleitung verbunden und speist das TV-Signal ins Hausnetz ein. Der Receiver fischt die Programme dann an einer freien Steckdose wieder heraus – vorausgesetzt, die heimische Elektrik bremst das Powerline-Signal nicht zu sehr aus, denn für Fernsehen in HD-Qualität ist schon das eine oder andere Megabyte pro Sekunde nötig. Über USB-Anschlüsse auf der Front und Rückseite lassen sich Festplatten- oder Speichersticks anschließen, um TV-Sendungen mitzuschneiden oder gespeicherte Videos abzuspielen. Ein Netzwerk-Player nach DLNA-Standard soll außerdem auf Medien im Heimnetzwerk zugreifen können.

DIGITAL-ROOM meint: Der dLAN TV Sat 2400-CI+ ist bereits vergangenen Herbst auf der IFA in Berlin vorgestellt worden. Zur CeBIT soll der Receiver nun auf den Markt kommen – gerade rechtzeitig zur Analogabschaltung (siehe Sat-Ratgeber unten auf dieser Seite). Wenn ARD, ZDF und die großen Privatsender am 30. April die analoge Übertragung einstellen, müssen viele Haushalte ohnehin in neue Receiver investieren. Powerline kann dann eine Alternative sein und das Programm sogar in Räume bringen, die bislang keinen Satelliten-Anschluss hatten. Allerdings funktioniert die Stromvernetzung nicht überall so zuverlässig wie ein koaxiales Antennenkabel. Wer 400 Euro ausgibt, sollte zur Sicherheit ein Umtauschrecht vereinbaren – oder den dLAN TV Sat 2400-CI+ online bestellen. Dann kann er das Gerät bei Vernetzungsproblemen zurückgeben.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
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