Bild: NAD/DR
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Die HiFi-Marke NAD steht für guten Klang, schlichtes Design und praxisgerechte Ausstattung. Das kanadische Unternehmen war aber noch nie besonders schnell, wenn es darum ging, neue Technologien in die Geräte einzubauen. Die Entwickler aus Pickering, Ontario, warten lieber ab, bis sich ein Standard etabliert hat. Deshalb ist der „Digital Media Tuner” C446 eine Premiere im doppelten Sinn: Er soll rechtzeitig zum Boom neuer Netzwerk-Player auf den Markt kommen – und er ist der das erste Gerät dieser Art aus dem Hause NAD überhaupt.
Als universeller Radio-Empfänger kombiniert er einen klassischen UKW-Tuner mit Digital Audio Broadcast (DAB+) und Internet-Radio. Wie bei vernetzten Geräten von Denon, Onkyo, Pioneer oder Yamaha lassen sich Webradio-Stationen mit Hilfe des Online-Dienstes „vTuner” verwalten. Das vierzeilige Punktmatrix-Display auf der Front des C446 zeigt die Favoritenlisten dann an. Abonnenten von „Last.fm” können ihre Zugangsdaten im Menü eingeben und das Programm des Streaming-Radios danach ebenfalls über den NAD hören.
Ein integrierter UPnP-Client holt Musik von Netzwerk-Festplatten (NAS) oder dem PC am heimischen Router. Die Verbindung lässt sich wahlweise per Ethernet-Kabel oder drahtlos über ein WLAN (802.11b/g) aufbauen. Wer zu Hause ein „Turnschuh-Netzwerk” betreibt, also seine Daten lieber zwischen Computer und Anlage hin und her trägt, kann an der USB-Buchse auf der Vorderseite einen Speicherstick mit Musikdateien anschließen. Der NAD spielt die Formate AAC, MP3, WMA, WAV oder FLAC, wobei die Datenrate am USB-Port laut Bedienungsanleitung auf 320 Kilobit pro Sekunde begrenzt ist. Übers Netzwerk werden WAV- und FLAC-Dateien mit höheren Bitraten unterstützt. Laut Datenblatt ist allerdings bei 1,5 Mbps Schluss. Das würde bedeuten, dass sich keine High-Resolution-Dateien mit 24 Bit/96 Kilohertz oder mehr wiedergegeben lassen, weil deren Datenraten deutlich höher liegen.
Der NAD C446 soll im Juni für 799 Euro zunächst in Schwarz auf den Markt kommen. Die Farbvariante Titan ist für Dezember geplant. Als Zubehör ist ein iPod-Dock für 149 Euro erhältlich (IPD 2), das am Data-Port des C446 auf der Rückseite angeschlossen wird.
DIGITAL-ROOM meint: Auf der Messe „High End 2011” in München konnten wir den C446 schon mal in Augenschein nehmen. Erster Eindruck: solide Verarbeitung, ein gut lesbares Display und schnelle Reaktion beim Navigieren durch die Musikbibliothek auf einer Festplatte. Technisch bietet der NAD so ziemlich alles, was Fans der Marke von einem Netzwerk-Spieler erwarten – außer der Wiedergabe extrem hoher Bitraten vielleicht.
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