Bild: Samsung/DR
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Das unscheinbare Äußere täuscht: Im Gehäuse der neuen Samsung-Recorder stecken gleich mehrere Geräte – vom digitalen HDTV-Tuner über den Medien-Server bis hin zum Netzwerk-Player für Musik, Fotos und Videos. Mit anderen Worten: Alles, was die aktuellen Smart-TVs von Samsung können, sollen die PVR-Modelle der Serie 7 auch beherrschen; und noch ein wenig mehr.
PVR steht für „Personal Video Recorder”, die Grundfunktion der Geräte. Das heißt: Sie zeichnen Fernsehprogramme auf – je nach Modell entweder per Satellit oder über den heimischen Kabel- und Antennenanschluss. Doppelte Empfangsteile, so genannte Twin-Tuner, erlauben die parallele Aufnahme zweier unterschiedlicher Programme, sofern Transponderbelegung und Verschlüsselung dies zulassen. Zwei Erweiterungsschächte nach CI-Plus-Standard (CI+) nehmen auf Wunsch die Entschlüsselungsmodule für Pay-TV (Sky) oder Privatsender in HDTV-Qualität (HD+) auf. Die Mitschnitte landen auf einer integrierten Festplatte mit 500 Gigabyte oder 1 Terabyte Kapazität. Zur Speichererweiterung sollen sich außerdem externe Festplatten per USB anschließen lassen.
Die Festplatte archiviert allerdings nicht nur Fernsehprogramme. Auch andere Videos, Musik und Fotos kann der Besitzer darauf speichern und mit DLNA-Geräten im heimischen Netzwerk abrufen. Über den Samsung-Dienst Allshare Play sollen die Inhalte unterwegs erreichbar sein. Ein Konto beim Online-Speicher SugarSync streamt sie zum Beispiel aufs Mobiltelefon. Umgekehrt werden Schnappschüsse vom Handy per Funk in die Cloud übertragen und erscheinen anschließend im Online-Menü des Recorders. Doch damit nicht genug: Zu Hause angekommen, kann ein Samsung-Smartphone auch selbst als Medienserver dienen und – ähnlich wie bei Airplay von Apple – seine Inhalte per WLAN zum Recorder schicken. Der hat den nötigen WiFi-Empfänger bereits eingebaut und bringt das Urlaubsvideo oder die Fotos über seinen HDMI-Anschluss auf den TV.
Über das Bildschirmmenü „Smart Hub” lässt sich der Funktionsumfang mit Apps erweitern. Mehr als 350 dieser kleinen Hilfsprogramme gibt es laut Samsung bereits. Es sind dieselben, die auch auf vernetzten Smart-TVs des koreanischen Herstellers laufen. Für den Nutzer bedeutet das: Er kann zum Beispiel Filme und Serien per Video-on-Demand von Maxdome abrufen oder Konzerte der Berliner Philharmoniker am Fernseher genießen. Dank Dual-Core-Prozessor soll das Gerät besonders schnell zwischen verschiedenen Apps umschalten können.
Die Samsung-Recorder der Serie 7 kommen dieser Tage in den Handel. Das erste Modell mit 500 GB Speicher und DVB-S-Tuner (STB-E7509S) ist bereits erhältlich und kostet rund 500 Euro. Die Kabelversion STB-E7500 (DVB-C/-T) für 450 Euro soll Ende April folgen. Dasselbe gilt für die größeren Modelle mit 1-Terabyte-Platte (STB-E7909S/STB-E7900), die jeweils 100 Euro mehr kosten.
DIGITAL-ROOM meint: Smart-TV zum Nachrüsten. Die neuen Samsung-Recorder bringen alle Netzwerk-Funktionen des Technologie-Vorreiters auf ältere Fernseher – ergänzt um mehr als genug Speicher für TV-Programme und andere Medien. Dafür muss der Käufer auf ein Blu-ray-Laufwerk verzichten. Das war in den bisherigen HDTV-Recordern von Samsung noch mit drin.
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