Bild: Philips, DR
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Mit den neuen Smart-TVs ist es so eine Sache: TV-Hersteller wie Samsung, Sony, Philips oder Loewe bieten in ihren neuen Geräten HbbTV-Funktionen für sendungsbegleitende Onlineangebote sowie eigene Onlineportale. Ähnliches gilt für Hersteller von Set-Top-Boxen wie Humax oder Technisat. Die Herstellerportale heißen etwa bei Samsung „Smart Hub“, bei Philips „Net TV“ und bei Sony „Bravia Internet Video“; bei Humax heißt es „Humax TV Portal“ und bei Technisat „ISIO Live“. Jedes dieser Onlinemenüs zeigt die Onlinedienste, die der Hersteller für gut erachtet – oder mit denen er eine Kooperation geschlossen hat und so an deren Nutzung mitverdient. Die genannten Hersteller haben außerdem gemeinsam, dass man auf ihren TV-Geräten über einen Internetbrowser auch beliebige Webseiten aufrufen kann. Normale Internetseiten sehen auf dem TV-Schirm aber häufig nicht gut aus oder sind schlecht lesbar. Frei verfügbare TV-Internetseiten nach dem HbbTV-Standard sind dagegen noch rar – oder einfach unbekannt.
Eine spezielle HbbTV-Linkliste bringt jetzt Abhilfe. Sie heißt „HBBig.com“ und listet in schlichter Art und Weise unzählige HbbTV-Seiten. Dazu zählen etwa die HbbTV-Portale von TV-Sendern wie ARD, ZDF, Sat1 oder Pro7. Auf Philips-TVs, die volle HbbTV-Unterstützung erst noch per Software-Update lernen sollen, ist das eine praktische Sache. Daneben verlinkt die Seite auf einige freie HbbTV-Angebote wie das von Wikipedia, die TV-Seiten von „Putpat“ und „Yellowmap“ und weitere Dienste, die sich bereits für die Darstellung auf dem TV-Gerät optimiert haben. Das ist für die Nutzer aller Internet-TVs praktisch.
Und die Seite öffnet den Zugang zu einigen der oben genannten Herstellerportale. In manchen Geräten sind die eigenen Linksammlungen nämlich in Form einer Internetseite integriert worden. Die Portale der beiden Humax-Onlineboxen iCord HD+ und HD Fox+ sowie das Webverzeichnis der hybriden ISIO-Geräte von Technisat sind so mithilfe von HBBig.com auf jedem TV-Gerät mit Browser erreichbar. Die Seite selbst ruft man auf, indem man im Internetbrowser des Fernsehers die URL eintippt – meist ist das nur ein einziges Mal umständlich per Fernbedienung notwendig. Danach kann man die Linkliste in den eigenen Favoriten ablegen und so jederzeit per Menübefehl aufrufen. Übrigens: Startet man die Seite auf einem PC, dann erscheint statt der Linkliste ein Hinweis, dass das Angebot nur auf HbbTV-fähigen Fernsehgeräten darstellbar sei.
DIGITAL-ROOM meint: So lange die Onlineangebote auf TV-Geräten noch so unterschiedlich und teilweise rudimentär sind, ist ein freies HbbTV-Verzeichnis ein echter Segen. Es führt jederzeit zu allen denkbaren HbbTV-Seiten – eben nicht nur zu den bekannten Sendern und den Angeboten, die der jeweilige TV-Hersteller gerne promoten möchte, sondern auch zu vielen Weiteren. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung des Fernsehens mit Internetanschluss.
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