Bild: Sony/DR
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Der BDP-S790 ist der erste Blu-ray-Spieler von Sony, der Videobilder ins neue 4K-Format hochrechnet. Durch sogenanntes Upscaling fügt der Player den 1920 x 1080 Bildpunkten einer Blu-ray-Disc weitere Pixel hinzu und erhöht damit die Auflösung auf das Vierfache (3840 x 2160 Bildpunkte). Das Verfahren ähnelt dem Upscaling, mit dem BD-Player die Qualität von DVDs während der Wiedergabe verbessern – nur dass für 4K deutlich mehr Rechenleistung benötigt wird. Onkyo setzt eine ähnliche Technologie bereits seit letztem Jahr in seinem AV-Receiver TX-NR609 ein (DIGITAL-ROOM berichtete).
Mit dem Upscaling versuchen die Hersteller das „Henne-Ei-Problem” zu lösen, das entsteht, wenn künftig mehr TV-Geräte mit 4K-Bildschirm auf den Markt kommen (siehe Zusatz-Info unten auf dieser Seite). Ohne Videoprogramme in der hohen Auflösung besteht auch kein Anreiz für den Kunden, sich ein 4K-Gerät zuzulegen. Das hat die Einführung von Full-HD-Fernsehern gezeigt, die ohne Blu-ray-Disc und die HDTV-Programme von ARD, ZDF und Co. wohl weniger rasant verlaufen wäre.
Zum Anschluss an das TV-Gerät dient die gewohnte HDMI-Buchse, deren Leistung seit Version 1.4 auch für 4K-Signale ausreicht. Die jüngste Ausgabe des HDMI-Standards ist am BDP-S790 ohnehin nötig, weil der Blu-ray-Player auch 3D-Programme wiedergeben kann. Ansonsten dürfte das Gerät mit allen Netzwerk-Funktionen ausgestattet sein, die Sony auf der CES in Las Vegas für sein Lineup 2012 angekündigt hat: Die neuen Geräte haben Zugriff auf das „Sony Entertainment Network” und damit auf Video-on-Demand oder den Audio-Streaming-Dienst „Music Unlimited”. YouTube-Videos und die YouTube und die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender sollen ebenfalls abrufbar sein. Im Mai 2012 soll der BDP-S790 erhältlich sein, der Preis steht noch nicht fest.
DIGITAL-ROOM meint: Upscaling ist kein Ersatz für „echte” 4K-Programme. Doch als Brückentechnologie macht es den BDP-S790 bereit für ein neues TV-Zeitalter. Allerdings werden andere Hersteller schnell nachziehen und auch künftige 4K-Fernseher dürften digitale Hochrechnung beherrschen – um die rund 8,3 Millionen Pixel auf ihrem Display optimal anzusteuern. Der Käufer wird es sich somit in Zukunft aussuchen können, ob der die 4K-Wandlung vom TV-Gerät, vom AV-Reiceiver oder vom Blu-Ray-Player erledigen lässt.
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