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(9) 19.04.2011

Statistik-Cookie: Ein Keks für den Datenschutz

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DIGITAL-ROOM ist keine Datensammel-Maschine. Unsere Webstatistik erfasst nur das Nötigste – und der Besucher hat jederzeit die volle Kontrolle.Eine Cookie-Datei im Browser ermöglicht die statistische Auswertung von SeitenaufrufenBild: DR

So gut wie jeder Betreiber einer Webseite beobachtet das Verhalten seiner Nutzer. DIGITAL-ROOM macht da keinen Unterschied. Uns interessiert, welche Themen bei den Lesern und Zuschauern ankommen, ob Erstbesucher wiederkehren oder nach einem Seitenaufruf auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Das Internet macht solche Erhebungen leicht. Denn anders als Zeitschriften-Käufer am Kiosk lassen sich die Besucher einer Webseite wiedererkennbar machen – mit einem Cookie (engl. „Keks”). So werden kleine Dateien genannt, die der Browser beim Aufruf einer Website speichert, und mit deren Hilfe der Server des Anbieters erkennen kann, ob der Besucher schon einmal da war. Soweit so gut und völlig ungefährlich – solange die Daten anonym bleiben. Heikel wird es erst, wenn detaillierte Nutzerprofile angelegt werden. Wenn der Anbieter dauerhaft Seitenaufrufe einem bestimmten Besucher zuordnet, obwohl er das eigentlich gar nicht müsste, weil er zum Beispiel keine Waren verkauft, die an bestimmte Personen geliefert werden sollen.

Wenn die statistischen Daten dann auch noch den Webserver verlassen, um irgendwo im Internet ausgewertet zu werden, dann läuten bei Datenschützern die Alarmglocken. So kritisierte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) schon mehrfach den Dienst „Google Analytics“. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar brach laut einem Artikel von faz.net Anfang 2011 die jahrelangen Verhandlungen mit Google ab, weil das Unternehmen den Datenschutzanforderungen nicht entsprochen habe. Dabei wird das kostenlose Statistik-Tool „Google Analytics“ von vielen Webseiten-Betreibern eingesetzt. Es überträgt die IP-Adressen der Besucher ungekürzt in die Cloud von Google. Niemand kann kontrollieren, was genau mit ihnen auf den Servern des Suchmaschinen-Multis passiert.

Aus genau diesem Grund setzt DIGITAL-ROOM seit jeher auf die Alternativ-Lösung Piwik. Die Open-Source-Software läuft auf unseren eigenen Servern, es werden keine Daten leichtsinnig im Netz herumgereicht. Außerdem kürzt das Plug-In AnonymizeIP die gespeicherten IP-Adressen soweit, dass sich ihr Ursprung nicht zurückverfolgen lässt. Doch damit nicht genug: Auf unserer Datenschutz-Seite kann jeder Besucher die Statistik-Funktion selbst abschalten und auch wieder aktivieren. Erstbesucher weist ein Textfeld im schwarzen Seitenbereich ausdrücklich auf diese Möglichkeit hin. Wer bei Google Analytics sicher gehen möchte, dass keine Daten ins Netz wandern, der muss eine spezielle Browser-Erweiterung installieren, die für Safari und Opera nicht einmal erhältlich ist. Dass DIGITAL-ROOM mit seiner Entscheidung für Piwik richtig lag, hat im März 2011 auch das ULD bestätigt: Die Schleswig-Holsteiner Behörde empfiehlt das Analyse-Tool als datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics.

DIGITAL-ROOM meint: Datenschutz im Internet ist Vertrauenssache. Kein Besucher eines Internet-Angebots kann überprüfen, was genau im Hintergrund der Webseite geschieht. Deshalb setzt DIGITAL-ROOM auf Transparenz: Jeder Besucher entscheidet selbst, ob er an der anonymisierten Webanalyse teilnehmen möchte oder nicht. Natürlich hoffen wir, dass uns möglichst viele Besucher ihr Vertrauen schenken. Denn schließlich dient die Analyse vor allem einem Zweck: das Angebot im Interesse der Nutzer auszubauen und besser zu machen.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
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