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Online-Videorecorder à la Save.tv sind eine feine Sache. Sie nehmen TV-Sendungen timer-programmiert im Internet auf und speichern sie auf einem Server. Die Mitschnitte lassen sich danach auf den PC herunterladen oder man schaut sie per Streaming direkt im Browser. Save.tv verlangt für diesen Service – je nach Abo und Vertragslaufzeit – monatliche Gebühren von knapp fünf Euro für den Basisdienst bis 15 Euro im XL-Paket. Letzteres enthält sogar einen Werbeblocker und unterstützt Serienaufnahmen. DIGITAL-ROOM hat Online-Videorecorder bereits 2010 getestet (hier der Link zum Video). Save.tv schnitt dabei zwar nicht perfekt, aber doch als Testsieger gegenüber Konkurrenten wie Bong.tv ab.
Seit Ende Oktober 2011 gibt es Save.tv-Apps für iPhone, iPad und Android-Geräte. Sie ermöglichen die Programmierung des Online-Videorecorders, listen alle fertigen Aufnahmen im Onlinearchiv auf und streamen diese aufs Tablet oder Smartphone – so das Versprechen der Macher. DIGITAL-ROOM hatte schon kurz vor dem Start des Angebots Gelegenheit, die Mobil-App auf dem iPhone und iPad zu testen und berichtete. Nach dem offiziellen Start klappte die Nutzung der App allerdings nur noch in Ausnahmefällen fehlerfrei. Das Streaming von Mitschnitten hakt seitdem immer wieder gewaltig. Mit den Fehlern konfrontiert, räumte Save.tv Anfang Dezember 2011 zeitweilige Server-Überlastungen zum Start der Apps ein und verwies auch auf Bandbreitenprobleme in Mobilfunknetzen. DIGITAL-ROOM hatte die App allerdings überwiegend per WLAN im Einsatz. Mehrere Save.tv-Nutzer in der Redaktion testeten die App-Funktionen daraufhin weiter und stellten in unregelmäßigen Abständen fest, dass sich Save.tv-Streams mit der App unabhängig vom verwendeten WLAN oder Mobilfunknetz erst nach dem vierten oder fünften Versuch überhaupt starten ließen. Häufig fror die Wiedergabe im Stream nach fünf bis zehn Minuten ein. Zeitsprünge innerhalb eines Videostreams waren nur in Ausnahmefällen möglich.
Am 1. Februar 2012 meldete Save.tv, der Online-Videorecorder-Service sei vom TÜV-Saarland als „geprüftes Online-Portal” zertifiziert worden. Dazu zählt die Sicherheit der Benutzerdaten, die transparente Darstellung von Kosten und Leistungen sowie die Benutzerfreundlichkeit, so Save.tv in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer Thomas Kutsch ergänzte, Save.TV sei „immer höchsten Standards in Sachen Leistung, Qualität, Transparenz und Zuverlässigkeit verpflichtet”. Zufall oder nicht: Vom Tag der TÜV-Pressemitteilung an funktionierten die Save.tv-Apps im DIGITAL-ROOM-Test eine knappe Woche lang fehlerfrei – die längst geplante Veröffentlichung des Mängelberichtes wurde abgeblasen. Streams starteten nun meist aufs erste Mal, sogar Vor- und Zurückspulen über die Zeitleiste klappte. Seit etwa dem 7. Februar aber verweigern die Apps den Aufruf von Streams wieder überwiegend, laufende Videos frieren nach einigen Minuten wieder ein und Spulen ist nur in absoluten Ausnahmefällen möglich.
DIGITAL-ROOM meint: Save.tv ist, wie der Konkurrent Bong.tv, ein praktischer Service für TV-Aufnahmen in SD-Qualität. Im regelmäßigen Einsatz funktionieren die Programmierung und der Download von Aufnahmen auf die Festplatte am Computer zufriedenstellend. Doch die unzuverlässigen Mobil-Apps sind ein echtes Ärgernis. Schließlich steht ihre Streamingfunktion nur in teureren Premium-Abonnements zur Verfügung, die monatlich mindestens 9,99 Euro kosten – bei Laufzeiten unter einem Jahr sogar noch mehr. Das ist eine Menge Geld für ein hohes Service-Versprechen. Dafür können Kunden einen funktionierenden Service erwarten – erst Recht, wenn sogar der TÜV sein Logo dafür her gibt.
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