Bild: Sony
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Dreidimensionales Bild, Internet-Anschluss, geringer Stromverbrauch – worauf achten TV-Käufer bei der Auswahl ihres Fernsehers? Die Marktforscher von DisplaySearch haben weltweit über 14.000 Konsumenten danach befragt. 14 Nationen – von Brasilien über China und Russland bis zu den Vereinigten Staaten – nahmen an der Studie des kalifornischen Instituts teil. In jedem Land wurden mindestens 1000 Personen befragt, die in den folgenden 12 Monaten den Kauf eines neuen TV-Geräts beabsichtigten.
Überraschendes Ergebnis: Moderne Ausstattungs-Highlights wie 3D- oder Netzwerk-Funktionen liegen in der Käufergunst recht weit hinten. Das wichtigste Kaufargument ist mit deutlichem Abstand noch immer ein flaches Bild. Grundsätzliche Eigenschaften wie der Flatscreen oder HDTV erreichen in den Käufer-Präferenzen einen Indexwert von teilweise über 200 Prozent. 3D kommt, nach derselben Methode gemessen, in Deutschland auf nicht einmal zehn Prozent. Wenn die Branche hierzulande in diesem Jahr einen Absatz von 1 Million 3D-fähiger TV-Geräte erwartet (Quelle: GfK), dann dürfte diese Verfünffachung gegenüber 2010 also nicht auf besonderes Interesse der Kundschaft zurückzuführen sein – sie kommt schlicht und einfach daher, weil 3D ab einer gewissen Preisklasse in den Fernsehern mit drin ist.
Etwas besser sehen die Prognosen von DisplaySearch für Modelle mit Netzwerk-Anschluss aus. Der sogenannte „Connected TV” erreichte im deutschen Index 20 Prozent, in anderen Ländern wie England, Frankreich, Italien oder Russland bis zu 30 Prozent. In einem Punkt hängen die Bundesbürger ihre europäischen Nachbarn jedoch ab: Mit einem Index deutlich über 100 gilt ein niedriger Stromverbrauch in Deutschland als schlagendes Kaufargument. Den Briten ist Energieeffizienz längst nicht so wichtig: Bei ihnen liegt derselbe Wert unter 40 Prozent, bei den Franzosen knapp über 60. Nur die Italiener kratzen, sensibilisiert durch Stromspar-Aktionen des Staates, an der 70-Prozent-Marke.
DIGITAL-ROOM meint: Die Deutschen kaufen mit Blick auf den Stromzähler. Das hat die Industrie erkannt und in den vergangenen Monaten den Energieverbrauch ihrer TV-Geräte bereits deutlich gesenkt. Laut Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist der Absatz von Flat-TVs in Europa zwischen 2009 und 2010 um 9 Prozent auf 52,5 Millionen Stück gestiegen – gleichzeitig sank jedoch der Gesamt-Stromverbrauch aller in diesem Zeitraum verkauften Geräte um 10 Prozent. Allerdings sollte den Herstellern zu denken geben, dass sich die Käufer nach wie vor an offensichtlichen Vorteilen wie flachem Bild oder dem Stromverbrauch orientieren. Ein Netzwerk-Anschluss erklärt sich nicht so leicht von selbst. Um ihn zum Kaufargument zu machen, muss man seine Vorteile dem Kunden erst einmal nahebringen.
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