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Wenn Smartphone-Nutzer in Deutschland ihre App-Sammlung durchstöbern, dann rufen sie am häufigsten Messaging-Programme wie Facebook oder die 79-Cent-App "WhatsApp" auf. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Goldmedia hervor, in dem 1969 Smartphone-Besitzer nach ihren Gewohnheiten bei der Nutzung der mobilen Universaltelefone gefragt wurden. Auf die Frage nach den drei am häufigsten genutzten Apps nannten 552 Teilnehmer die Kommunikations-App für Texte, Fotos und Videos, für 522 Befragte gehörte die Facebook-App zu den drei meist genutzten Smartphone-Programmen. Beide Apps führten die Befragung mit Abstand an, Nummer drei der Lieblings-Apps waren Wetter-Apps mit knapp 300 Nennungen, gefolgt von eBay, der Deutschen Bahn, Spiegel, Navigations-Apps und – an Platz acht als erstes Spiel – dem Klassiker "Angry Birds".
Neben der Kommunikation per App versenden die allermeisten Smartphone-Nutzer aber nach wie vor auch gern und oft SMS-Kurztexte an Freunde oder Geschäftspartner: 74 Prozent der befragten Nutzer schickten mehrmals pro Woche Textnachrichten, unabhängig vom benutzten Smartphone. Das ist laut der aktuellen Studie immer häufiger ein Android-Gerät von Samsung. 30 Prozent der befragten Nutzer haben derzeit ein Gerät des koreanischen Herstellers, neun Prozentpunkte mehr als 2011. Das iPhone von Apple folgt mit 25 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von HTC, Nokia und Sony. Der japanische Hersteller konnte seinen Anteil binnen eines Jahres von drei auf 7 Prozent mehr als verdoppeln, so die Goldmedia-Studie. 43 Prozent aller Smartphones laufen inzwischen mit dem Android-Betriebssystem. Besonders glücklich mit ihrem Gerät sind allerdings noch immer die iPhone-Besitzer: 69 Prozent von ihnen gaben an, mit ihrem Smartphone "sehr zufrieden" zu sein. Samsung- und Sony-Besitzer dagegen gaben sich in der Umfrage nur zu jeweils 44 Prozent von ihren Geräten besonders überzeugt.
Ein wichtiger Smartphone-Trend steht nicht in der deutschlandweiten Umfrage von Goldmedia. Er geht aber aus anderen Quellen hervor: 36,7 Prozent aller weltweit verkauften Handys sind derzeit Smartphones, so eine Studie des Marktforschungsinstitutes Gartner. In Deutschland erwartet der Branchenverband Bitkom für 2012 mehr verkaufte Smartphones als herkömmliche Handys.
DIGITAL ROOM meint: Trotz einer Flut von Nachrichten-Apps, Wettervorhersagen, eBay, Spielen, Navigationsprogrammen und anderen netten Apps nutzen die meisten Leute ihr Smartphone eben doch auf die einen oder andere Art, um sich mit ihren Mitmenschen auszutauschen. Der Gewinn durch Smartphones und Pauschal-Datentarife: mehr Kommunikationskanäle denn je stehen zur Verfügung. WhatsApp etwa ist eine praktische App, die für Nutzer mit mobiler Daten-Flatrate den Versand von SMS an andere Smartphone-Nutzer weit gehend ersetzt, so bares Geld spart und nebenher auch noch die Funktion der nie sonderlich erfolgreichen kostenpflichtigen MMS-nachrichten mit Bildern und Videos gratis mitliefert. Wer WhatsApp hin und wieder nutzt, der lernt den Komfort der App zu schätzen. Facebook hadert zwar laut Wirtschafts- und Börsennachrichten mit seinem wenig lukrativen mobilen Geschäftsmodell, wird aber von unzähligen Menschen unterwegs genutzt – vielleicht gerade deshalb, weil die Facebook-App nicht bis unter die Hutschnur mit Werbung zugepflastert ist, sondern einfach und schnell die wesentlichen Funktionen der eigenen Timeline aufs Smartphone bringt. Statt nur zu telefonieren oder SMS zu schicken, bieten Smartphones eben für jeden Anlass und alle Empfänger den jeweils optimalen Kommunikationskanal.
Im letzten Jahr wurden 900 Millionen Apps heruntergeladen – fast 60 Stück pro Smartphone. 790 Millionen davon waren kostenlos.
Die Themenseite rund um Mobile Applications: Alles über die kleinen Programme für Apple-Geräte. Damit Sie im Über-Angebot nicht die Übersicht verlieren.