Hybrid, so lehrt uns Wikipedia, steht für „etwas Gebündeltes, Gekreuztes oder Gemischtes”. Im Hybrid-Fahrzeug kombinieren die Autohersteller Verbrennungsmotor und Elektro-Antrieb. Hybrid-Fernseher empfangen ihr Programm von klassischen TV-Sendern und aus dem Internet. Sie haben also integrierte Fernseh-Tuner (meist digitale für DVB-T, -S oder -C) und zusätzlich einen Netzwerk-Anschluss.
So entsteht ein Bildschirm, der nicht nur zum Fernsehen taugt, sondern auch YouTube-Videos oder Mediatheken aus dem Internet zeigt – und häufig Fotos oder Musik von der heimischen PC-Festplatte abspielt. Der Gedanke ist nicht neu: Bereits 1997 präsentierte Loewe mit dem Xelos@media das erste Fernsehgerät mit Internet-Zugang. Grundig versuchte Anno 2000 mit seiner Webbox WB1 den Fernseher Internet-tauglich zu machen.
Doch erst in jüngster Zeit mehren sich Hybrid-TVs der verschiedensten Hersteller. Mit dem Nebeneffekt, dass jeder Anbieter eigene Lösungen findet. Der neue Standard HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) soll die Technik vereinheitlichen und schaffen, woran frühere Anläufe wie die Multimedia Home Platform (MHP) gescheitert sind: einen Internet-Zugang auf dem TV-Gerät, der wirklich die ganze Vielfalt des weltweiten Datennetzes ins Wohnzimmer bringt. Suchmaschinen-Betreiber Google verfolgt einen ähnlichen Ansatz, indem er sein Handy-Betriebssystem Android für Fernsehgeräte modifiziert. Einen ersten Internet-TV "powered by Google" will Sony noch 2010 in den USA auf den Markt bringen.