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(27) 31.08.2011 | Wissen | Video: 5:10 Min.

3D-Camcorder: Filmen in der dritten Dimension

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Besitzer eines 3D-fähigen Fernsehers haben nicht viel Auswahl, wenn sie dreidimensionale Bilder sehen wollen. Blu-ray-Disc und einige wenige TV-Programme sind die einzigen Quellen. Bleibt das Selbermachen – mit aktuellen Foto-Kameras, die eine 3D-Funktion besitzen, oder mit einem 3D-Camcorder. Hersteller wie JVC, Panasonic und Sony haben entsprechende Modelle im Angebot, die über doppelte Linsen räumliche Bilder aufnehmen.

Allerdings macht der 3D-Camcorder alleine noch keinen guten Raumeindruck. Für dreidimensionale Aufnahmen gelten andere Regeln als beim konventionellen Filmen in 2D. Das liegt daran, dass der Kameramann nicht nur den Bildausschnitt im Auge behalten muss, sondern auch die räumliche Staffelung seiner Motive. Objekte dürfen nicht zu nahe am Betrachter sein oder unnatürlich vom Bildschirmrahmen des Fernsehers beschnitten werden. Andererseits lassen Panorama-Aufnahmen ohne jeden Vordergrund die nötige Bildtiefe vermissen.

DIGITAL-ROOM hat drei aktuelle Camcorder mit 3D-Funktion ausprobiert: Den Panasonic HDC-HS900 mit 3D-Vorsatzlinse VW-CLT1 sowie die Kompaktkamera Bloggie MHS-FS3 und den 3D-Camcorder HDR-TD10 von Sony. Die Erfahrungen zeigen, dass jede Kamera anders reagiert. Es gibt jedoch Grundregeln, die für alle stereoskopischen Aufnahmen gelten. Das hängt mit der optischen Beschaffenheit des Doppel-Objektivs zusammen. Da zwei nebeneinander angebrachte Linsen die Motive aus leicht unterschiedlichen Perspektiven aufnehmen, gibt es einen Punkt im Raum, an dem sich die Blickachsen treffen. Dieser Konvergenzpunkt definiert später bei der Wiedergabe die Nullebene – sprich: die Bildschirmoberfläche des Fernsehers oder die Leinwand im Heimkino. Alles, was sich während der Aufnahme vor dem Konvergenzpunkt befindet, scheint später aus dem Bild herauszuragen. Motive, die dahinter liegen, sehen bei der Wiedergabe aus, als würden sie sich hinter dem Gerät oder der Leinwand befinden.

Aber nicht nur die Bildgestaltung, auch die Bedienung des Camcorders und die Nachbearbeitung am Computer unterscheiden sich von „flachen” 2D-Produktionen. Unser Video fasst die wichtigsten Punkte anschaulich zusammen und gibt einen Eindruck vom Filmen in 3D – auch wenn wir die Faszination dreidimensionaler Bilder in einem zweidimensionalen Film gar nicht zeigen können.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
Kamera: 
Kristijan Arbanas, Archiv
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