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(41) 01.03.2012 | Wissen | Video: 3:57 Min.

Aktiv gegen passiv: 3D-Verfahren im Vergleich

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Die Entscheidung ist so schwer zu treffen wie zwischen LCD- und Plasma-TVs: Shutter- oder Polarisationsbrille – welche 3D-Technologie liefert das bessere Bild?

Im Elektromarkt oder beim Fernseh-Fachhändler stehen Vertreter beider Systeme nebeneinander im Regal. Manche Hersteller bieten beide Technologien an. Philips etwa verkauft Geräte mit Polarisationsbrille als „Easy 3D”, mit Shutter-Brille unter dem Namen „3D Max”. Andere Unternehmen machen sich nur für ein Lager stark. So propagiert LG mit „Cinema 3D” das passive Polfilter-Verfahren, Samsung setzt für seine „3D HyperReal Engine” ausschließlich auf aktive Shutter-Technik. Aktiv deshalb, weil kleine Flüssigkristall-Elemente in der Brille selbst tätig werden, um die in schneller Folge wechselnden Bilder auf dem Display dem rechten und linken Auge zuzuordnen. Beim passiven Polarisationsverfahren genügen dagegen statische Filterfolien in den Gläsern – die Trennung in Rechts und Links findet durch unterschiedlich polarisierte Bildzeilen auf dem Display statt.

Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile, die vom Zuschauer individuell beurteilt werden. Hohe Schärfe, das Gewicht der Brille oder ein flimmerfreies Bild können letztendlich den Ausschlag geben, sich für eines der beiden Systeme zu entscheiden. Um die Unterschiede darzustellen, hat DIGITAL-ROOM in den Räumen der AV T.O.P. Messtechnik GmbH in Unterschleissheim bei München gedreht. Das Labor ist auf Geräte der Unterhaltungselektronik spezialisiert und hat in den vergangenen Monaten mehr als 50 3D-Fernseher der verschiedensten Marken untersucht. Mit Unterstützung der Experten ist es gelungen, die Bildauflösung, das Übersprechen zwischen rechtem und linkem Auge (Crosstalk) oder das Flimmerverhalten anschaulich mit der Kamera festzuhalten. Einfach ausgedrückt: Unser Video zeigt, worüber sonst geredet oder geschrieben wird.

Der Beitrag hilft TV-Käufern, die Eigenschaften der beiden populären 3D-Verfahren gegeneinander abzuwägen. 3D ohne Brille findet darin nicht statt, weil es bislang nur ein Gerät auf dem Markt gibt – den 55ZL2G von Toshiba für 8000 Euro. Und weil die Technologie noch zu teuer ist, um massenhaft in Konkurrenz mit den anderen 3D-Technologien zu treten. Wer dreidimensionale Bilder im Wohnzimmer erleben möchte, greift aus Preisgründen wohl bis auf Weiteres zur Brille.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
Kamera: 
Reinhard Otter
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