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(79) 11.10.2011 | Wissen | Video: 3:21 Min.

Das Energielabel für TV-Geräte

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Lange genug hat es gedauert, aber nun können Konsumenden die Energie-Effizienz von TV-Geräten bereits vor dem Kauf im Laden vergleichen – so wie sie bei Waschmaschinen, Kühlschränken und Gefriertruhen schon lange tun. Das Energielabel der Europäischen Union – ab 30.11.2011 Pflicht für alle Geräte – liefert Angaben zum Stromverbrauch, die sich erstmals vergleichen lassen.

Die Hersteller messen dazu die Leistungsaufnahme in einem standardisierten Verfahren. Weil der Stromverbrauch beim Fernseher nicht zuletzt von der Bildeinstellung abhängt, gilt die Angabe für einen bestimmten Betriebszustand, den der Hersteller als „Home”-Modus definiert. Er muss beim ersten Einschalten automatisch aktiviert sein oder – bei Geräten mit entsprechendem Menü – vom Gerät ausdrücklich für den Einsatz zu Hause empfohlen werden.

Die von anderen Hausgeräten bekannten Energie-Effizienklassen – zu erkennen an den Buchstaben A bis G – berücksichtigen außerdem die Größe des Geräts, weil mit wachsender Bildschirmdiagonale auch der Energiebedarf steigt. Ein Vergleich der Werte kann sich in barer Münze auszahlen, denn ein 40-Zoll-TV der Klasse „A” spart bei vier Stunden Betrieb am Tag gegenüber Klasse „B” etwa 10 Euro Strom im Jahr (0,25 Euro/kWh). Gegenüber Klasse „C” sind es schon 24 Euro und gegenüber „D” rund 40 Euro jährlich.

Verglichen damit fällt der Stand-by-Verbrauch kaum noch in Gewicht. Ihn hat die EU bereits begrenzt: auf 0,5 Watt bei Geräten ohne jede Anzeige und auf 1 Watt, wenn ein Display oder eine Status-LED am Fernseher leuchten. Viele Hersteller unterbieten diese Grenzwerte deutlich, weshalb der Stand-by-Verbrauch auch gar nicht mehr auf dem neuen Label auftaucht. Stattdessen informiert es über den jährlichen Stromverbrauch, den Ein-/Ausschalter und ein eventuelles EU-Ecolabel. Unser Video-Beitrag erklärt alle Werte auf dem Etikett, damit das Energiesparen noch leichter fällt.

Autor: 
Maik Wieczorek
Kamera: 
Reinhard Otter
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