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(9) 09.09.2010 | Test | Video: 4:26 Min.

EyeTV: Fernsehen auf dem iPad

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Das iPad von Apple beherrscht fast alles, was auch mit einem Desktop-PC oder Notebook möglich ist: im Internet surfen, spielen, Mails verschicken oder Bildershows anschauen. Aber taugt das Apple-Tablett auch als Fernseher? Ein DVB-Tuner mit Antenne lässt sich mangels USB-Schnittstelle direkt am Gerät ja nicht anschließen.

Über einen Umweg gelangen dennoch „Tagesschau“, Daily-Soaps oder „Wetten, dass..?“ auf das iPad. Benötigt wird dazu das Paket EyeTV Netstream DTT von Elgato. Mittels der kleinen Box lässt sich DVB-T-Fernsehen empfangen und live über ein WLAN auf iPad, iPod touch oder iPhone streamen. Dazu wird der Elgato-Receiver per Netzwerkkabel an den heimischen Router angeschlossen und mit einer Stabantenne verbunden. Der Router kommuniziert drahtlos oder per Kabel mit einem Computer.

Jetzt muss noch die mitgelieferte Software EyeTV installiert werden. Sie läuft nur auf dem Mac, Windows-Nutzer gehen leer aus. Die Elgato-Hardware wird vom System automatisch erkannt. Auch den Sendersuchlauf nimmt das Programm in Eigenregie vor. Wichtig: Dem iPad muss im Menü die Erlaubnis erteilt werden, auf die EyeTV-Software am Rechner zugreifen zu dürfen. Sonst klappt’s nicht mit dem Fernsehen.

Nun fehlt noch die knapp 4 Euro teure EyeTV-App auf dem iPad. Sie wird aus dem App-Store von iTunes heruntergeladen und erkennt nach der Installation automatisch den Mac im Netzwerk. Alle Sender, die über DVB-T zur Verfügung stehen, tauchen in der Programmübersicht auf. Ein Fingertipp auf einen Sendernamen genügt, um die Wiedergabe zu starten. Das geht je nach Breitband-Geschwindigkeit etwas flotter oder träger. Wie vom iPod gewohnt, dreht sich das TV-Bild auf dem Display mit, wenn man das Tablett hochkant oder quer hält. Im Vollbildmodus werden die Ränder beschnitten.

Der übersichtliche Elektronische Programmführer (EPG) listet die Sendungen der kommenden sieben Tage auf. Über die Bildschirm-Illustrierte können Programme direkt aufgezeichnet oder wie bei einem Videorekorder programmiert werden. Anschließend lassen sich die Clips aus einem Filmarchiv abspielen. Nachteil: Die Aufzeichnungen werden auf dem Rechner abgelegt, auf dem die EyeTV-Software installiert ist. Ein spontaner Zugriff unterwegs ist nur über eine 3G-Datenverbindung und die Webapplikation EyeTV Live3G möglich. Außerdem lässt sich das iPad nur als Fernseher nutzen, wenn der dazugehörige Mac läuft. Da die Elgato-Box einen Doppel-Tuner integriert hat, können gleichzeitig zwei unterschiedliche Kanäle auf dem iPad und auf dem Computer verfolgt werden.

DIGITAL-ROOM hat das Komplettpaket für 250 Euro näher unter die Lupe genommen: Wird das Tablett so wirklich zum zuverlässigen TV-Gerät? Und welche Alternativen gibt es für den Fernseh-Empfang am iPad?

Autor: 
Jochen Wieloch
Kamera: 
Max Colin Heydenreich
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