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(27) 15.12.2011 | Test | Video: 4:15 Min.

Der Kobo eReader Touch Edition im Test

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Der eReader Touch Edition vom kanadischen Hersteller Kobo besitzt eine deutsche Benutzeroberfläche. Das 185 Gramm leichte Lesegerät mit 6 Zoll (15,24 Zentimeter) Bildschirmdiagonale reagiert auf Fingerdruck. Buchseiten können auf dem schwarzweißen Touchscreen per Wischbewegung umgeblättert werden, der Bildschirminhalt dreht sich bei Kippbewegungen mit – iPhone und iPad lassen grüßen. Allerdings funktioniert die Anzeige des Kobo nicht kapazitiv wie an modernen Smartphones und Tabletts, sondern auf Druck (resistiv), weshalb die Bedienung weniger elegant und geschmeidig von der Hand geht.

Die Ablesbarkeit von Texten auf dem Display mit elektronischer Tinte ist sehr gut. Auch die Akkulaufzeit von knapp vier Wochen – selbst mit aktiviertem WLAN – lässt keine Wünsche offen. Anders als Flüssigkristall-Displays auf Tablet-PCs oder dem E-Book-Reader von Weltbild (siehe Zusatz-Info unten) leuchtet der Kobo allerdings nicht selbst. Beim Lesen im Dunkeln braucht man eine Lampe. Außerdem sind die 16 Graustufen der E-Ink-Anzeige zu wenig, um Bilder wirklich ansprechend darzustellen.

Mit sieben Schriftarten und 17 Schriftgrößen sind die Möglichkeiten, Texte den eigenen Wünschen anzupassen, sehr umfangreich Und dank der trapezförmig geriffelten Gehäuserückseite liegt der Reader optimal in der Hand. Über seinen drahtlosen WLAN-Zugang holt er neuen Lesestoff im heimischen Netzwerk auch ohne PC aus dem Kobo-Shop. Alternativ lässt er sich per USB-Kabel mit einem Mac oder Windows-Rechner verbinden. Der interne Speicher fasst mehr als 1000 Bücher, über günstige MicroSD-Karten ist die Kapazität zudem erweiterbar

Kobo bietet in seinem Online-Shop rund zwei Millionen Titel an. Die Auswahl an aktueller deutscher Literatur ist viel kleiner als etwa bei Amazon oder Weltbild. Allerdings lassen sich E-Books von Online-Buchhandlungen wie Thalia.de oder Libri.de importieren. Zum Transfer vom Computer auf den Reader dient dabei das kostenlose Programm Adobe Digital Editions. Es verwaltet auch gleichzeitig das Digitale-Rechtemanagement (DRM), mit dem diese Buchshops ihre Werke versehen. Kobo verwendet für sein Titelangebot ein eigenes DRM. Unterstützt werden grundsätzlich die E-Book-Formate EPUB, PDF und MOBI, zusätzlich können Fotos (JPEG, GIF, PNG, BMP und TIFF) dargestellt werden. E-Books von Amazon bleiben wie üblich ausgesperrt: Die Dateien mit der Endung .AZW lassen sich grundsätzlich nur auf Kindle-Geräten öffnen.

Als nette Extras besitzt der Kobo ein Sudoku-Spiel, eine Notizblock-Funktion und einen offenen Internetbrowser, der sich allerdings nicht für multimediale Anwendungen, sondern lediglich zum Aufrufen von Textseiten eignet. Was der knapp 130 Euro teure eReader Touch Edition sonst noch kann und wie er sich im Alltag schlägt, zeigt unser ausführliches Test-Video.

Autor: 
Jochen Wieloch
Kamera: 
Christian Kretzschmar
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