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(24) 09.06.2010 | Test | Video: 2:14 Min.

Kostenlos Live-Fernsehen am PC

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Das einzige TV-Gerät in der Wohnung ist belegt, und die Dame des Hauses will keinesfalls auf ihre Lieblings-Serie verzichten. Da hat er als echter Gentleman wenig zu lachen. Besonders bitter: In wenigen Augenblicken pfeift der Schiedsrichter das erste Halbfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft an. Nicht nur für solche Notfälle empfiehlt sich das Internet-Portal Zattoo.

Darüber lassen sich am PC oder Notebook zahlreiche deutsche und ausländische Sender als Live-Stream abrufen – ohne Zusatz-Software, einfach im Web-Browser. Eine kurze Registrierung ist erforderlich, aber der Vorgang dauert nicht länger als eine Minute. Dann steht dem Fernseh-Vergnügen nichts mehr im Weg. Die Nutzung ist kostenlos – von den Rundfunkgebühren (GEZ) mal abgesehen. Kleine Einschränkung: Bis auf ganz wenige Privatsender muss man mit den öffentlich-rechtlichen Programmen, Regional- und Spartenkanälen vorlieb nehmen – und die Auflösung des Fernsehbilds erreicht mit knapp 300 Zeilen nicht das Niveau einer normalen TV-Ausstrahlung. Dafür entschädigt das Angebot mit Radiosendern und einem übersichtlichen Programmführer (EPG).

Weil das Portal werbefinanziert ist, flimmern nach jedem Kanalwechsel für einige Sekunden Werbespots über das Display. Wenn man Pech hat, kommt gleich hinterher noch ein Werbeblock im Live-TV. Das Bild lässt sich in drei Stufen skalieren, auch eine Vollbild-Darstellung in akzeptabler Qualität ist möglich. Bei einer ausreichend schnellen Internetverbindung können Sendungen flüssig und ohne nervige Ruckler verfolgt werden.

Wer monatlich bereit ist, 2 Euro zu investieren, dem erspart Zattoo seine Werbeeinblendungen. Auch kommen Zuschauer dann in den Genuss einer höheren Zeilenzahl: Das Bild erreicht im HiQ-Modus mit 528 Zeilen nahezu Pal-Auflösung. Ein 3-Monats-Abo gibt es für 5, das Jahres-Abo kostet 20 Euro. Aufgrund der übersichtlichen Struktur findet man sich in Zattoo auf Anhieb zurecht. DIGITAL-ROOM hat die Gratis-Version näher unter die Lupe genommen und verrät, ob sie dazu geeignet ist, Ehekrisen wegen eines möglichen Zanks um die Fernbedienung vorzubeugen.

Autor: 
Jochen Wieloch
Kamera: 
Max Colin Heydenreich
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