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(44) 05.02.2012 | Wissen | Video: 3:33 Min.

Sat-Ratgeber: Analog-Abschaltung

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In wenigen Monaten ist es soweit: Die Landesmedienanstalten haben das Ende der analogen Satelliten­übertragung zum 30. April 2012 beschlossen. Bis dahin muss jede Sat-Anlage umgerüstet sein, wenn der Bildschirm nicht dunkel bleiben soll. Doch viele TV-Zuschauer wissen von der Umstellung noch gar nichts. Laut einer Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag des Satelliten-Betreibers Astra durchgeführt hat, gaben im April 2011 rund 43 Prozent der befragten 6000 Haushalte an, noch nie etwas von der Analog-Abschaltung gehört zu haben.

Dabei kann jeder selbst herausfinden, ob er betroffen ist: Die großen TV-Sender haben eine Testseite in ihr Videotext-Angebot gestellt: Wer im „Ersten” der ARD, im ZDF, auf RTL, ProSieben oder Sat.1 die Tafel 198 aufruft, bekommt angezeigt, ob er noch analog oder schon digital empfängt. Erscheint hier ein Hinweis auf die drohende Analog-Anschaltung, ist Handeln angesagt.

Die meisten Satelliten-Anlagen lassen sich einfach und preiswert umrüsten. Das eigentliche Empfangsteil an der Schüssel, der sogenannte Low Noise Block Converter (LNB) ist oft schon digitaltauglich, wenn die Installation nicht mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat. Dann genügt es, einen digitalen Receiver (sprich: Resiever) an die Satellitendose anzuschließen. Solche Empfangsgeräte gibt es bereits ab etwa 40 Euro, je nach Ausstattung – etwa mit Doppeltuner, Festplatten-Recorder und Netzwerk-Funktion – können sie aber auch mehrere Hundert Euro kosten. Die gute Nachricht für Umsteiger: Bild und Ton sind im Digital-TV deutlich besser. Und statt 30 Sender analog lassen sich über Astra digital bis zu 300 Programme empfangen – mehr als zwei Dutzend davon sogar in HDTV, dem neuen hochauflösendes Fernsehen. Zwar sind in Europa auch viele andere Satellitensysteme empfangbar. Die meisten deutschen Parabolantennen zielen aber auf die Gruppe der „Astra”-Satelliten" (Position 19,2° Ost über dem Äquator), weil von dort die meisten deutschsprachigen Programme kommen.

Allerdings eignet sich nicht jeder Satelliten-Receiver für jede Art von Kanal. Die Verschlüsselung digitaler Plattformen wie HD-Plus (HD+) für Privatsender oder das Pay-TV-Angebot von Sky verlangen besondere Empfangsgeräte. Wer ein Programm aufnehmen und parallel ein anderes anschauen möchte, braucht ein sogenanntes Twin- oder Quad-LNB. Wo die Unterschiede liegen und was es sonst noch zu beachten gilt, zeigt unser Video zur Analog-Abschaltung.

Autor: 
Jochen Wieloch
Kamera: 
Max Colin Heydenreich, Archiv
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