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(63) 10.12.2010 | Wissen | Video: 4:01 Min.

So funktioniert Airplay

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Mit iTunes 10 und iOS 4.2 für iPhone, iPad und iPod touch hat Apple eine neue Funktion eingeführt: Airplay. Wie der Name schon andeutet, schickt sie Musik, Videos oder Fotos durch die Luft auf andere Geräte. Die Medien-Inhalte lassen sich vom PC oder einem mobilen Apple-Device während der Wiedergabe auf andere Empfänger umleiten. So ganz neu ist die Idee nicht: Das bisherige Feature Airtunes übertrug bereits Audio-Streams vom Computer auf die mobile WLAN-Station AirPort Express oder ein Apple TV. Mit Airplay hat das Unternehmen aus Cupertino die Funktionen aber deutlich erweitert.

Erste Neuerung: Das Streaming funktioniert künftig auch auf Geräte anderer Hersteller. Diese müssen allerdings für Airplay zertifiziert sein und Technologie des kalifornischen Streaming-Spezialisten Bridgeco benutzen. Die ersten Airplay-tauglichen Produkte sind bereits auf dem Markt: Denon bietet zu den AV-Receivern AVR-4311, AVR-3311 und AVR-A100 sowie zum Netzwerk-Musik-System Ceol (RDC-N7) ein kostenpflichtiges Firmware-Upgrade an. Für 49 Euro sollen sich die genannten Geräte mit Airplay-Wiedergabe nachrüsten lassen.

Konzernschwester Marantz plant dieselbe Option für seinen Netzwerk-Player NA7004, das Musik-System Melody Media, den Surround-Vorverstärker AV7005 und den AV-Receiver SR7005. Das Software-Upgrade soll demnächst verfügbar sein. Als weitere Airplay-Unterstützer nennt Apple die Boxen-Hersteller Bowers & Wilkins und JBL. iHome, bekannt für Sound-Systeme mit iPod-Dock, hat einen akkubetriebenen drahtlosen Airplay-Lautsprecher namens iW1 angekündigt.

Handelt es sich bei den bislang bekannten Airplay-Produkten anderer Hersteller ausschließlich um Sound-Lieferanten, erlaubt das aktuelle (schwarze) Apple TV auch Video-Streaming und die Übertragung von Fotos. Mit dem Ur-Modell in silberfarbenem Gehäuse klappt das übrigens nicht. Es kann, wie früher mit Airtunes, nur Musikdaten empfangen und wiedergeben.

Das Video zeigt, wie Airplay funktioniert und welche Einschränkungen es zum Start der neuen Technologie (noch) gibt. Für die Aufnahmen wurden Geräte mit folgenden Software-Versionen verwendet: Mac (iTunes 10.1), iPad (iOS 4.2.1), iPhone (iOS 4.2.1), Apple TV (4.1). Mit jedem Software-Update der Apple-Geräte können sich Funktionsumfang und Bedienung von Airplay natürlich ändern.

Update 10.3.2011: Mit dem Betriebssystem iOS 4.3 hat Apple die im Beitrag gezeigten Einschränkungen aufgehoben. Apps von Drittherstellern können jetzt auch Videos übertragen. Außerdem unterstützt das Programm „Fotos” auf dem iPhone nun auch die Wiedergabe eigener Videoaufnahmen per Airplay.

Autor: 
Frank-Oliver Grün
Kamera: 
Kristijan Arbanas
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