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(3) 01.12.2011 | Test | Video: 4:57 Min.

TV-Pakete von Vodafone und der Telekom im Test

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Der letzte Test von IPTV-Angeboten auf DIGITAL-ROOM liegt mehr als zwei Jahre zurück (siehe Video „IPTV-Angebote auf dem Prüfstand” unten auf dieser Seite). Höchste Zeit also, das Fernsehen aus dem DSL-Anschluss erneut unter die Lupe zu nehmen. Für die Neuauflage haben wir den IPTV-Pionier „Telekom Entertain” mit dem noch relativ jungen Angebot „Vodafone TV” verglichen.

Beide Pakete verlangen einen DSL-Anschluss beim jeweiligen Telefonanbieter. Außerdem nötig: eine spezielle Set-Top-Box, der sogenannte IPTV-Receiver. Hauptsächlicher Unterschied: Der Vodafone-Receiver ist grundsätzlich als Hybrid-Empfänger konzipiert. Er hat Tuner für analoges Kabelfernsehen und digitalen Satelliten-Empfang eingebaut, muss die TV-Sender also nicht unbedingt per DSL empfangen. Das ist hilfreich, wenn am Aufstellungsort kein schnelles Internet zur Verfügung steht. Die Box funktioniert dann wie ein normaler Festplatten-Recorder, bekommt aber Zusatzdienste wie den Elektronischen Programmführer (EPG) oder Video-on-Demand über ihren Netzwerk-Anschluss. Allerdings mit Einschränkung: Mangels Common Interface (CI+) lassen sich via Satellit keine HDTV-Sender der verschlüsselten HD-Plus-Plattform empfangen. Wer RTL, ProSieben, Sat.1 & Co in HD-Qualität sehen will, muss sie über den DSL-Anschluss holen. Die integrierte 320-GB-Festplatte lässt sich über eine Klappe im Gehäuse leicht wechseln und zum Beispiel durch ein Modell mit mehr Kapazität austauschen.

Etwas anders geht die Telekom vor: Die Receiver des Marktführers, der bereits seit 2006 Fernsehen aus dem Internet anbietet, besitzen normalerweise keine TV-Tuner. Sie bekommen ihr Programm komplett vom DSL-Anschluss – vorzugsweise aus dem schnellen VDSL-Netz der Telekom, das die Aufnahme und Wiedergabe mehrerer Sender gleichzeitig erlaubt. Für Kunden in schlecht versorgten Gebieten gibt es alternativ das Angebot „Telekom Entertain Sat” mit dem speziellen Receiver MR 500 Sat. Er verfügt wie seine Brüder über eine Festplatte mit 500 GB, enthält aber zusätzlich zu den DSL-Funktionen einen digitalen Twin-Tuner für Satelliten-Empfang. Dank HD+ kann er auch die verschlüsselten HD-Kanäle der Privatsender empfangen, die Smartcard für ein Jahr ist im Preis enthalten. Laut Telekom soll Entertain damit auch schon an DSL-Anschlüssen mit 3 Megabit pro Sekunde Spaß machen. Einschränkungen gibt es freilich auch hier: Das Bundesliga-Angebot „Liga total!” lässt sich bei solch geringen Bandbreiten nicht dazubuchen, und die TV-Pakete von Entertain bleiben ebenfalls Anschlüssen ab 16 Mbps vorbehalten.

Welche Funktionen die TV-Pakete der beiden Telefonanbieter sonst noch bieten, und ob IPTV ein Ersatz für klassischen TV-Empfang ist, zeigt unser Testvideo.

Autor: 
Reinhard Otter
Kamera: 
Bastian Folkert
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