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(28) 10.12.2011 | Test | Video: 4:05 Min.

Wie gut ist ein E-Book-Reader für 60 Euro?

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Der E-Book-Reader 3.0 von Trekstor gehört zu den günstigsten Lesegeräten für elektronische Bücher auf dem Markt. Für knapp 60 Euro wird er exklusiv von der Buchhandelskette Hugendubel und dem daran beteiligten Weltbild-Verlag vertrieben. Hersteller Trekstor bietet selbst im Online-Shop nur den bauähnlichen eBook Player 7 an, der 20 Euro teurer ist und statt einer Tastenleiste an der langen Gehäuseseite Bedienknöpfe am schmalen Ende besitzt.

Von klassischen Lesegeräten mit schwarzweißer E-Ink-Anzeige unterscheidet sich der E-Book-Reader 3.0 durch sein Flüssigkristall-Display. Der Farbbildschirm mit 7 Zoll Diagonale (17,7 cm) und 800 x 480 Pixel Auflösung erinnert eher an Tablet-PCs wie das iPad als an den Kindle von Amazon oder die bekannten Sony-Reader. Die LCD-Technik hat Vor- und Nachteile. So sehen bunte Abbildungen in Büchern naturgemäß besser aus als auf Bildschirmen mit elektronischer Tinte, die nur wenige Graustufen darstellen können. Außerdem leuchtet das Display von selbst, der Trekstor benötigt abends im Bett also keine Leselampe. Dafür ermüdet er den Arm mit seinen rund 270 Gramm Gewicht etwas schneller als ein Kindle (170 Gramm) oder Kobo Reader Touch (185 Gramm). Außerdem saugt die stets aktivierte Hintergrundbeleuchtung den Akku schnell leer: Der Hersteller gibt eine Laufzeit von bis zu acht Stunden an. Im Test mit hochgedrehter Helligkeit – etwa zum Lesen im Freien – musste das Gerät bei DIGITAL-ROOM aber schon nach vier Stunden aufgeladen werden.

Als E-Book akzeptiert der Trekstor die gängigen Formate EPUB, PDF, TXT und FB2, für Kopierschutz sorgt das Adobe-DRM. Titel aus der Kindle-Bibliothek von Amazon scheiden damit aus, doch dafür kann der Besitzer aus einer großen Auswahl anderer Shops wählen: Neben den von Weltbild- und Hugendubel vertriebenen Titeln – nach eigenen Angaben über 130.000 – lassen sich auch bei Buecher.de, Libri.de oder Thalia.de E-Books einkaufen und auf den Trekstor laden. Die Verwaltung der Bibliothek am PC oder Mac übernimmt dabei das Programm Adobe Digital Editions. Ob sich die kurze Betriebszeit und die damit verbundenen häufigen Ladezyklen mit dem eigenen Leseverhalten vereinbaren lassen, muss jeder selbst entscheiden. Wie sich der E-Book-Reader 3.0 im praktischen Einsatz bewährt, zeigt unser Test-Video.

Autor: 
Jochen Wieloch
Kamera: 
Christian Kretzschmar
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